Kolumbien

Hartnäckiger Streik für traditionellen Goldabbau

Im Nordwesten von Kolumbien befinden sich seit über einem Monat rund 20.000 Personen in einem unbefristeten Streik. Die Protestierenden wollen den traditionellen Goldabbau in der Region schützen und dem multinationalen Konzern Gran Colombia Gold die Lizenzen zum Goldabbau entziehen. Über 80.000 Personen leben seit über 200 Jahren in der Region um Segovia und Remedios vom manuellen, althergebrachten Goldgewinn. Diese sind in 36 Kooperativen organisiert und schürfen ohne den Einsatz von lebensgefährlichen Chemikalien wie Quecksilber. Bei Zusammenstößen mit der Polizei kamen drei Menschen ums Leben. 13 Minderjährige und 19 weitere Personen sind wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt festgenommen worden. Der Streik hat großen Rückhalt in der ganzen Bevölkerung der Region.