Bosch

Autokartell unterdrückt die Aufklärung in der VW-Krise

Am Dieselwerk Tor 7 bei Bosch in Feuerbach will die Werkleitung Kritik an höchst kriminellen Manipulationen unterbinden.

Stuttgart (Korrespondenz)
Autokartell unterdrückt die Aufklärung in der VW-Krise
In der Bosch-Zentrale reagiert man dünnhäutig auf den Wahlkampf der Internationalistischen Liste/MLPD (foto:Mac105)

Die Werkleitung drohte dem Pforzheimer Direktkandidaten zur Bundestagswahl Wolf Glück und dem Kollegen Richard Heberle mit einer Anzeige Hausfriedensbruch, als sie die Broschüre „Die VW-Krise offenbart die Diktatur der Monopole – dem Übel an die Wurzel“ gegen Spende den Kollegen vor dem Drehtor anboten. Der Werkschutz hatte eine Anweisung Flyeraktionen am Tor zu unterbinden.

Maulkorb durch den Konzernchef

Doch auch im Werk gärt es gegen den Maulkorb, den der Konzernchef Volkmar Denner in der VW-Krise der Belegschaft auferlegt hat. Nur der Vorstand dürfe sich hierzu äußern und das macht er dreist und nennt Dieselautos „Luftreinigungsmaschinen“. Wegen der Sorgen um die Arbeitsplätze, aber auch wegen dem Wertverlust von zum Teil Tausenden Euro für Dieselautobesitzer sowie wegen der Gesundheit und Umweltgefährdung reißen die Diskussionen im Betrieb nicht ab. Auf keinen Fall wollen die Beschäftigten die Opfer sein.

Geschäftsführer sind dünnhäutig geworden

Die Geschäftsführer sind dünnhäutig geworden, nachdem die persönliche Haftung mit dem Privatvermögen und Rücktritte von Verantwortlichen in der Regierung gefordert wird. Die Firma Bosch rief die Feuerbacher Polizei, die offenbar schon vorher in den Startlöchern war und nach fünf Minuten diensteifrig die Personalien aufnahm und einen Platzverweis erteilte.

 

Die Streifenpolizisten wurden darauf hingewiesen, dass sie unrechtmäßig handeln. Mittlerweile gibt es ein Urteil, dass das Verteilen eindeutig erlaubt.