Dortmund
Begeisternde Kundgebung mit Grup Yorum
Am 26. August fand in Dortmund nicht nur der bundesweite Wahlkampfauftakt der Internationalistischen Liste/MLPD statt, sondern im Anschluss noch eine gemeinsame Kundgebung der MLPD mit Mitgliedern der berühmten Band Grup Yorum - gegen Faschismus und für internationale Solidarität.
An der Kundgebung nahmen über 1.000 Menschen teil. Grup Yorum leitete ihren Auftritt mit einem Pantominenspiel gegen die Unterdrückung politischer Aktivisten in der Türkei ein. Darauf folgte ein ca. 90-minütiger begeisterter Auftritt mit vielen bekannten Liedern der internationalen und türkischen revolutionären Arbeiterbewegung.
Viele sangen mit
Die in hervorragender Qualität und mit mehrstimmigem Gesang vorgetragenen Lieder rissen die Zuhörer mit. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer sangen die Lieder - wie „Bella Ciao“ - in mehreren Sprachen mit. Bis zum Schluss wurde ausgiebig getanzt.
- Grup Yorum ist ein Musikprojekt aus über 100 Künstlern für internationale Solidarität, gegen Faschismus
- In Istanbul kamen schon über eine Million Menschen zu einem Open-Air-Konzert
- Bannstrahl des Innenministeriums erfolgreich durchbrochen
Erst nach mehreren Zugaben konnte Grup Yorum den Auftritt beenden. Eine Teilnehmerin erinnert sich: „Der Auftritt von 'Grup Yorum' war wirklich bewegend. Ihre Lieder – auch wenn man die genauen Texte nicht verstand – sprachen die Gefühle aller an.“
Gabi Fechtner moderierte
Die von Grup Yorum vorgetragenen Lieder wechselten sich mit Redebeiträgen - unter anderem eines Vertreters der Anatolischen Föderation - ab. Gabi Fechtner, Vorsitzende der MLPD, moderierte die Kundgebung. Sie protestierte gegen die Unterdrückung der fortschrittlichen Band in der Türkei und in Deutschland.
Der Auftritt von 'Grup Yorum' war wirklich bewegend
Teilnehmerin
Grup Yorum ist ein Musikprojekt aus über 100 Künstlern für internationale Solidarität, gegen Faschismus. In Istanbul kamen schon einmal über eine Million Menschen zu einem Open-Air-Konzert.
Lieder in Deutschland auf dem Index
Im Frühsommer verbreitete das Innenministerium bundesweit ein Dossier mit der Aufforderung an Polizei und Verwaltungen, die Anmietung von Hallen für Grup-Yorum-Konzerte zu unterbinden. Als Begründung wurden vier Lieder herangezogen, von denen drei selbst in der faschistischen Türkei nicht verboten sind.
Gabi Fechtner betonte vor allem den gemeinsamen Schulterschluss gegen eine solche Unterdrückungspolitik. In diesem Sinn wurde am Schluss auch von den Teilnehmern eine Resolution gegen den Rechtsruck der Regierung verabschiedet.