Bergsturz

Einsatz im Bergell zu gefährlich

Die Schweizer Armee wird zum Aufräumeinsatz im Schweizer Bergell abgeordnet, allerdings nicht sofort: Der Einsatz ist noch zu gefährlich. Dies teilte gestern die Nachrichtenagentur sda mit. Armeeangehörige müssten sich während der Arbeit im überschwemmten Auffangbecken vor dem Dorf Bondo im Notfall innerhalb von vier Minuten in Sicherheit bringen können. Das sei nicht möglich, weil das abgebrochene Material in Bewegung sei. Bei einem der größten Bergstürze in der Schweiz seit über 100 Jahren waren am letzten Mittwochvormittag schätzungsweise vier Millionen Kubikmeter vom Piz Cengalo abgebrochen. Eine Kombination von auftauendem Permafrost, steigenden Temperaturen und Wasserdruck ist vermutlich die Ursache. Wahrscheinlich acht Menschen wurden verschüttet und verloren ihr Leben. Die Suche nach den Vermissten wurde inzwischen eingestellt.