Fremdvergabe

Erneute Protestaktion bei Daimler in Wörth

Daimler will in seinem Werk in Wörth ab 2018 im mehreren Stufen 850 Arbeitsplätze an Fremdfirmen vergeben.

Von Gerd Pfisterer

Die IG Metall Neustadt rief deshalb am 21. August zu einer Protestaktion während der Frühstückspause auf. Etwa 850 Kolleginnen und Kollegen beteiligten sich daran.

Schon einmal Protest

Bereits am 8. Juli hatten die Kolleginnen und Kollegen gegen diese Pläne protestiert. Außerdem geht es um die Zukunft der augenblicklich 700 in Wörth beschäftigten Leiharbeiter. Um die Profite im LKW-Sektor zu erhöhen, übt die Geschäftsleitung mit sogenannten „Trennungsgesprächen“ massiven Druck auf Beschäftigte aus, entweder selbständig zu kündigen oder in vorgezogene Rente zu gehen.

Steigerung der Arbeitshetze

Daimler lässt sich das auch einiges an Abfindungen kosten. Diesem Druck haben bereits einige Kolleginnen und Kollegen nachgegeben – die Folge ist eine Steigerung der Arbeitshetze für die verbliebenen. Der Betriebsrat hat mit einer Beraterfirma ein eigenes Zukunftsprojekt entwickelt, „wobei auf Fremdvergabe weitestgehend verzichtet werden kann“ - so der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Neustadt.

 

Als Co-Manager fordert er, dass „Alle mitgenommen und einbezogen werden“. Einbezogen und mitgenommen werden in die Pläne zur Steigerung des Profits von Daimler? Die Verteidigung der Arbeitsplätze, die Übernahme der Leiharbeiter kann nur im Kampf gegen die Pläne des Daimler-Konzerns durchgesetzt werden.