1. September

Kämpferische Aktionen zum Antikriegstag

In vielen Städten Deutschlands fanden gestern Kundgebungen und Demonstrationen zum Antikriegstag statt. Heute folgen weitere. Rote Fahne News erhielt dazu mehrere Korrespondenzen.

Von Korrespondenten
Kämpferische Aktionen zum Antikriegstag
Antikriegstag in Hamburg (RF-Foto)

Deutlich mehr Menschen als im letzten Jahr nahmen in Stuttgart an der traditionellen Antikriegstagsveranstaltung von DGB und VVN teil . Sie fand am Mahnmal gegen Faschismus und Krieg statt unter dem Motto: „Nie wieder Krieg. - Nie wieder Faschismus.“ Umrahmt wurde die DGB-Veranstaltung von pazifistischen Liedern wie „Sag mir wo die Blumen sind...“, aber auch von kämpferischen Transparenten wie „Kein Krieg von Stuttgart aus – US-Kommandozentralen AFRICOM und EUCOM schließen – keine Beteiligung an Auslandseinsätzen!“ oder „Gegen jede imperialistische Aggression“.  Nach der traditionellen Kranzniederlegung am Mahnmal änderte sich nicht nur der Charakter der Musik. Ein großer Teil der Anwesenden - weit über 200 Menschen – brachen auf zu einer von der Jugendplattform im Internationalistischen Bündnis/MLPD organisierten Demonstration zum Mailänder Platz (die ganze Korrespondenz lesen).

Demonstration in Berlin (RF-Foto)
Demonstration in Berlin (RF-Foto)

In Kürze:

  • In Stuttgart nahmen etwa 200 Menschen an der kämpferischen Demonstration teil
  • In Hamburg beteiligten sich etwa 400 Menschen
  • In Düsseldorf stand wie in vielen anderen Städten der Protest gegen die wachsende Gefahr eines atomaren III. Weltkriegs mit im Zentrum

 

In Düsseldorf fand eine Kundgebung mit offenem Mikrofon zum Antikriegstag statt. Veranstalter waren die „Internationalistischen Liste/MLPD“, Migranten vom „Afghanischen Aufschrei“ und einer Frauenfriedensinitiative aus dem Düsseldorfer Stadtteil Rath. Sie wurdevon vielen Passanten und gerade auch Jugendlichen aufmerksam verfolgt. Es gab vielfältige Beiträge unter anderem eine Daimler-Arbeiters (die ganze Korrespondenz lesen).

 

An der Antikriegsdemonstration in Hamburg nahmen etwa 400 Menschen teil, etwas weniger als im Jahr zuvor. In Nürnberg gab es mehrere Kundgebungen. Bei der Internationalistischen Liste / MLPD nahmen auch Vertreterinnen und Vertreter des Jugendverband REBELL, der MLPD, der AGIF und eine Kollege der DIDF teil. "Dass wir uns gegen alle Imperialisten zur Wehr setzen", betonte Jörg Weidemann (MLPD) in seinem Beitrag.

 

Bei einer Aktion in Lübeck beendete Lüder Möller (MLPD) seinen Beitrag mit den Worten: "In diesem Jahr jährt sich zum 100. Mal die sozialistische Oktoberrevolution. Der Antikommunismus verteufelt Lenin, aber unter seiner Führung wurde ein Jahr vor dem Ende des 1. Weltkrieges zwischen Deutschland und der Sowjetunion der Krieg beendet. Das hat Zehntausenden von Deutschen und Sowjetbürgern das Leben gerettet. Bauen wir weltweit eine überlegene Kraft gegen den Imperialismus auf! Legen wir den Kriegstreibern das Handwerk."

 

In Dresden eröffnete Günter Slave, Direktkandidat im Wahlkreis 160 Dresden II Bautzen II, bei strömendem Regen in der Innenstadt seinen Wahlkampf. Seine Rede behandelte als Schwerpunkt am Antikriegstag die drohende Kriegsgefahr auf der Welt. Wie muss man das alles einschätzen? Auf der anderen Straßenseite traf sich etwas früher ein Bündnis zum Antikriegstag, an dem sich Günter Slave und die MLPD ebenfalls beteiligten (die ganze Korrespondenz).

 

70 bis 90 Teilnehmer beteiligten sich am Antikriegstag in Schweinfurt. Aufgerufen hatte ein breites Bündnis unter der Schirmherrschaft des DGB. Es gab Info-Stände von der DFG-VK und dem Internationalistischen Bündnis. Die Internationalistische Liste/MLPD trat offensiv mit offenem Mikrofon auf und sprach alle Teilnehmer und Passanten mit Wahlprogramm, Rote Fahne und der Broschüre „Über die Herausbildung der neuimperialistischen Länder“ an (die ganze Korrespondenz).

 

In Gelsenkirchen zog ein bunter Zug von Friedensdemonstranten durch die Innenstadt. Aufgerufen hatte ein Kreis von Einzelpersonen - Parteilose und Mitglieder verschiedener Parteien und Organisationen. Ihr Anliegen war, ein Zeichen zu setzen gegen die weitere Aufrüstung, Waffenexporte, Auslandseinsätze der
Bundeswehr und gegen die wachsende Gefahr eines atomaren Kriegs. Das Gelsenkirchner Bündnis gegen Krieg und Faschismus sieht in den aktuellen Kriegen auch eine Hauptursache für die Flüchtlingsbewegung. Bei den Passanten stießen sie auf Interesse und einigen reihten sich ein. Mit Liedern und einer Rede von Karl-Heinz-Rotthoff ging die Abschlusskundgebung am Ehrenmal des Stadtgartens zu Ende.