Tunnelunglück

Ergebnis der Profitpolitik der Bahn?

Am 12. August hat sich ein Teil des Tunnels der Rheintalbahnstrecke gesenkt. Sie muss bis 7. Oktober gesperrt werden. Dadurch sind über 200 Personen- und Güterzüge blockiert. Dasselbe gilt für die Europa-Transitstrecke von Rotterdam nach Genua. Schon bald danach haben Bahnexperten der Anti-S21-Bewegung aus Stuttgart auf das noch wenig erprobte Vereisungs-Verfahren hingewiesen, das seinerzeit beim Bau des Tunnels angewandt wurde. So erklärt Dr. Ing. Eberhard Hohnecker vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT), der selber zwölf Jahre bei der Bahn tätig war, dass die Bahn die Absicherung gegen Risiken vernachlässigt hat. „Einer Konstellation wie in Rastatt ist man früher beim Tunnelbau aus Sicherheitsgründen möglichst aus dem Weg gegangen“, so Hohnecker in der Stuttgarter Zeitung.