Schweinfurt

Denkwürdige Begebenheit am Antikriegstag

70 bis 90 Teilnehmer kamen zum diesjährigen Antikriegstag in Schweinfurt zusammen. Aufgerufen hatte ein breites Bündnis unter der Schirmherrschaft des DGB.

Korrespondenz aus Schweinfurt

Hauptredner Jürgen Grässlin, Sprecher der Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) griff die Bundesregierung scharf an für ihre Waffenexporte in alle Welt, selbst an kriegsführende Regierungen und Diktatoren.

Applaus für Kritik an Rüstungsexporten

Dafür gab es auch Applaus von den SPD-Senioren. Ein Teilnehmer brachte es spitzfindig zum Ausdruck mit: „Ihr habt gegen unseren Vizekanzler geklatscht, ich habe es genau gesehen.“ Ein Ausdruck der Widersprüche zwischen der Regierung und der SPD-Basis.
 
 
Es gab Info-Stände von der DFG-VK und dem Internationalistischen Bündnis. Die Internationalistische Liste/MLPD trat offensiv mit offenem Mikrofon auf und sprach alle Teilnehmer und Passanten mit Wahlprogramm, Rote Fahne und der Broschüre „Über die Herausbildung der neuimperialistischen Länder“ an.

Übereifrige Polizisten?

Ob sich dadurch jemand auf die Füße getreten fühlte oder die Streifenwagenbesatzung etwas übereifrig war, wissen wir nicht. Aber zwei Polizeibeamte wollten die Standgenehmigung der MLPD sehen. Nachdem es keine gab, da die MLPD Teil des Bündnisses zum Antikriegstag ist, nahmen sie die Adresse des Standverantwortlichen auf, obwohl der Veranstaltungsleiter und der Sprecher des Antikriegstag-Bündnisses erklärten, dass der Stand zur Kundgebung gehört. Gemeinsam haben wir gegen dieses Vorgehen energisch protestiert.