Sperrzeiten

Arbeitsagenturen liegen häufig schief

Erwerbslose wehren sich nach einem Bericht der Saarbrücker Zeitung erfolgreich gegen Sperrzeiten beim Bezug ihres Arbeitslosengeldes, die die Arbeitsagenturen wegen angeblichen Fehlverhaltens verhängen. Nahezu die Hälfte der beanstandeten Sperrzeiten erwies sich in den vergangenen zwei Jahren als unrechtmäßig oder fehlerhaft, schreibt das Blatt unter Berufung auf Daten der Bundesregierung, die die Abgeordnete und Vorsitzende der Linkspartei, Katja Kipping, abgefragt hatte. Gegen die Verhängung einer Sperrzeit können Betroffene Widerspruch bei den Arbeitsagenturen einlegen. 2015 musste dort über rund 53.000 solcher Fälle entschieden werden. 2016 waren es schon 58.000.