Bochum

Opelaner haben Stahl-Kollegen was zu sagen

Die Kollegen wissen: Es ist notwendig sofort zu streiken. Aber: Die Gewerkschaftsführung und der Betriebsrat kommen nicht in die Gänge.

Von ga

Darüber diskutierten auch Opelaner mit den Kollegen vorm Tor und vor der Betriebsversammlung in Bochum:

 

1. „Argumente“ wie: „Die Kontrollgremien beider Unternehmen (Tata und thyssenkrupp) müssen den Plänen noch zustimmen“¹, sind keine Argumente sondern Hinhaltetaktik. Man darf sich von niemandem hinhalten lassen. Der Kampf muss jetzt geführt werden.

Nicht ablenken lassen

2. Nicht ablenken lassen: Dazu dienen Meldungen wie die, dass erst, wenn die IG Metall weiß, „wie sich die Fusion auf die Beschäftigtenzahlen und Standorte auswirke“, sie sich auch „positionieren“ könne, wie sich Pressesprecher Mike Schürg ausdrückte.²

 

3. Aus den Erfahrungen der Bergleute, Stahlarbeiter, Frauen von Nokia und Opelaner lernen: Wer kämpft kann gewinnen, wer nicht kämpft hat schon verloren.

Jede Fusion bedeutet Arbeitsplatzvernichtung

4. Tatsachen anerkennen: Jede Fusion bedeutet Arbeitsplatzvernichtung. Nur solange produziert wird, hat der Arbeiter ein Machtmittel – das ist der Streik.

 

5. Gewerkschaften zu Kampforganisationen machen: Wenn die Gewerkschaftsführung die Hinhaltetaktik mitmacht, müssen die Kollegen selbstständig die Initiative ergreifen. Das hatte schon bei Opel eine breite gewerkschaftliche Diskussion unter den Automobilarbeitern ausgelöst: Die Schließung des Opel-Werkes in Bochum – ein brutaler Akt von GM und ein gewerkschaftspolitischer Skandal! … Mit Opel Bochum wird nunmehr nach Nokia das zweite Werk in Bochum von führender Gewerkschaftsseite kampflos preisgegeben. … Gewerkschafter lassen keine Gewerkschafter im Regen stehen! Mehr als 10.000 unterschrieben damals diese Petition „Aufstand des gewerkschaftlichen Gewissens“.

Arbeiter - organisiert eine Macht

6. Organisiert sind die Arbeiter eine Macht. Man kann auch neue Organisationsformen entwickeln.

 

7. Man kann sich auch bei der Arbeiterplattform des Internationalistischen Bündnisses eintragen. Sie hat die Broschüre herausgegeben, die auch viele Kollegen schon kennen: „Die VW-Krise offenbart die Diktatur der Monopole – dem Übel an die Wurzel“.

 

8. Die Stahlbetriebsgruppen der MLPD müssen gestärkt werden. Organisiert euch in der revolutionären Arbeiterpartei MLPD.