Dortmund

Einsatz der Wählerinitiative vor dem Tor von TKSE

Heute Mittag haben Aktivisten der Wählerinitiative der Internationalistischen Liste/MLPD einen Einsatz vor dem Tor W 4 bei TKSE in Dortmund gemacht.

Von Gerd Pfisterer

An dem Tor fahren auch viele Kollegen von Logistikunternehmen zur Arbeit. Wir überbrachten die solidarischen Grüße der Internationalistischen Liste/MLPD und sicherten den Kolleginnen und Kollegen die uneingeschränkte Unterstützung im Falle eines selbständigen Streiks zu.

Wahlkampf im Dienst der Arbeiterinnen und Arbeiter

„Wir stellen unseren Wahlkampf ganz in den Dienst der Kämpfe der Arbeiterinnen und Arbeiter. Das ist der grundsätzliche Unterschied zu allen Parteien. Damit sich wirklich was ändert, müssen sich die Menschen organisieren, müssen sie für ihre Interessen gegen die Profitinteressen der Konzerne und der Regierung kämpfen. Wer diese Richtung stärken will, der muss am Sonntag die Internationalistische Liste/MLPD wählen!“

"Heiße Diskussionen darüber, was zu machen ist"

Wir verteilten die Erklärung der MLPD-Betriebsgruppen und das Wahlprogramm. Bei den Thyssen-Kolleginnen und -Kollegen nahmen rund 60 Prozent das Flugblatt. Über die Stimmung im Betrieb gab es ganz unterschiedliche Informationen – offensichtlich gibt es aber „heiße Diskussionen darüber, was zu machen ist“, wie wir von einem Kollegen erfuhren.

 

Bei einigen herrscht auch Niedergeschlagenheit. Mehrheitlich ist die Meinung, dass „jetzt was passieren muss“. Doch was heißt das? Für einige ist das zum Beispiel der Aktionstag morgen in Bochum. „Das ist sicher gut, um sich mit anderen Standorten zu vereinheitlichen, um aber die Pläne vom Tisch zu bekommen, ist ein selbständiger Streik notwendig.“

 

Wir stellten fest, dass sich viele darunter nichts konkretes vorstellen können. Außer einigen Warnstreiks während der Tarifrunde, haben vor allem die jüngeren Kolleginnen und Kollegen kaum Erfahrungen. Wir trafen auch vereinzelt auf die Meinung, dass es jetzt „zu spät“ sei, da ja schon alles unterschrieben ist.

 

„Für die Kämpfe der Arbeiterinnen und Arbeiter ist für die Kapitalisten nie der richtige Zeitpunkt. Und für die Co-Manager im Betriebsrat ist es immer entweder 'zu früh' oder 'zu spät'. Mit einem Streik können die Arbeiter sehr wohl erreichen, dass die Pläne vom Tisch kommen“, so versuchten wir die Kollegen zu überzeugen. Viele Kolleginnen und Kollegen der Logistikunternehmen nahmen auch das Flugblatt und das Wahlprogramm. Einer sagte: „Irgendwann sind wir auch mal dran!“