Bochum / Hagen

Ernsthafte Gespräche über die Rolle der Arbeiterbewegung

Auf der heutigen Stahlarbeiter-Demonstration in Bochum boten wir zu zweit das Parteiprogramm der MLPD an.

Korrespondenz aus Hagen

Wir spürten viel Respekt für die Arbeit der MLPD. Einige sagten, sie hätten das bereits am Werkstor erhalten. Eine Minderheit erklärte, das sei nicht ihre Richtung, sie seien Wähler der SPD oder der Linken. Sie waren aber meist diskussionsbereit.

 

Nur wenige reagierten arrogant oder gar aggressiv antikommunistisch ablehnend. „Dies ist ein Programm, mit dem die Arbeiter in die Offensive kommen und stark werden können“. So stellten wir das Programm vor. Über diese Frage entwickelten sich viele ernsthafte Gespräche.

 

Vielfach ging es darum, warum der positive Erfahrungsschatz in den ehemals sozialistischen Ländern bei uns in Schulen und Massenmedien so verschwiegen und verteufelt wird – und das im 100. Jahr nach der Oktoberrevolution.

 

„Ihr macht irgend etwas falsch, sonst wärt Ihr stärker und man würde mehr von Euch hören“, wunderte sich ein Kollege. Wir wiesen auf die faktische Medienzensur gegenüber der MLPD hin und auf den gesellschaftlich organisierten Antikommunismus.

 

Gerade deshalb schlugen wir ihm vor, sich selber ein Bild anhand des Programms zu machen und sich zu überlegen, die MLPD zu stärken. Eine Frau nahm das Programm mit, nachdem sie gesehen hatte, dass es eigens ein Kapitel zur Arbeiter- und Frauenbewegung in Deutschland enthält.

 

Die Zeit verging wie im Fluge. Am Ende waren wir unsere 30 Programme los und hatten 20,10€ dafür erhalten.