Bayern

Frauenpower-Tour grüßt Dr. Banu Büyukavci

Vom Einsatz vor dem Klinikum Nürnberg Nord grüßten die Aktivistinnen der Frauenpower-Tour der Internationalistischen Liste/MLPD die seit mehr als zwei Jahren in München inhaftierte Dr. Banu Büyukavci.

Korrespondenz aus Bayern

„Liebe Banu", schreiben die Teilnehmerinnen der Frauenpower-Tour durch Bayern, "wir senden dir innige, solidarische und kämpferische Grüße aus Nürnberg.

"Wir machen Station vor 'deinem' Krankenhaus!"

Die Plattform der Powerfrauen und -mädchen im Internationalistischen Bündnis ist gerade auf „Frauenpower-Tour“ in ganz Deutschland. Am 6. September haben wir Station gemacht vor „deinem“ Krankenhaus. Das war uns sehr wichtig – zur Solidarität mit dir und mit den Beschäftigten im Krankenhaus und ihren immer stressigeren Arbeitsbedingungen. Heute kommt auf 13 Patienten eine Pflegekraft – das ist fast der schlechteste Schlüssel in Westeuropa.

 

Vielfach wurden gerade Geburtskliniken und Stadtteilkrankenhäuser geschlossen. Immer mehr Menschen und auch Beschäftigte in den Krankenhäusern kämpfen völlig berechtigt dagegen. Du bist eine dieser Kämpferinnen. Und viele Menschen haben Kritik an einem System, wo der immer größere Profit für einige Wenige im Mittelpunkt anstatt der Mensch.

 

Sich dafür einzusetzen, dass eine antikapitalistische Gesellschaft Wirklichkeit werden kann, ist gerechtfertigt. Für deine revolutionäre Gesinnung sollst du bestraft werden. Dagegen protestieren wir entschieden! Revolution ist kein Verbrechen – im Gegenteil: Revolutionen waren schon immer Lokomotiven der Geschichte, auch im Kampf für Frauenrechte.

 

Deshalb sind wir stolz auf viele mutige Kämpferinnen und Revolutionärinnen. So warst du „anwesend“ bei unserer Tour und wir waren mit dem Herzen bei dir. Wir hatten auch den Eindruck, dass bei diesen Beiträgen am Mikrofon noch einige mehr aus den Klinik-Gebäuden kamen und zuhörten. Sicher wollen viele wissen, wie es dir geht! Wir bleiben dran und grüßen dich ganz herzlich!

 

Stellvertretend für noch viele andere:
Martina Stalleicken (frauenpolitische Sprecherin der MLPD) und Gerlinde Rupprecht (Internationalistisches Bündnis Nürnberg)“

Aufbau der Plattform der Poewerfrauen

Nachmittags trafen sich noch Frauen, um den Aufbau und Aktivitäten der Plattform der Powerfrauen und -mädchen im Internationalistischen Bündnis in Nürnberg zu beraten. Wir haben viele frauenpolitische Forderungen und müssen diese noch viel mehr in die Öffentlichkeit tragen. Die Solidaritätsaktion für Banu Büyükavci vor dem Klinikum Nord war ein guter Startschuss dafür - und sicher nicht die letzte! Weitere Anliegen waren insbesondere, gemeinsam aufzutreten bei den Protesten gegen die AfD-Versammlungen in Nürnberg, aber auch Aufklärungsarbeit über den Charakter als AfD zu machen als Sammelbecken für Ultrareaktionäre, Frauenfeinde und Faschisten.

Die nächsten Stationen

Weitere Stationen der Frauenpower-Tour in Bayern waren: Infineon München – ein Forschungs- und Entwicklungsstandort, insbesondere für Chips in der Autoelektronik. Wir trafen auf viele junge Frauen und auf den schreienden Widerspruch, was für ein Schindluder mit Forschung und Studium getrieben wird, wenn das dann eingesetzt für Abgasmanipulationen.

 

In München-Giesing hatten einige das Wahlprogramm der Internationalistischen Liste/MLPD bereits im Briefkasten und freuten sich, mit uns darüber diskutieren zu können. Wir nutzen das auch, um die einmalige Frauenpolitik der MLPD vorzustellen. Fast die Hälfte der Mitglieder und des Zentralkomitees sind weiblich, erstmals steht mit Gabi Fechtner eine Frau an der Spitze einer deutschen revolutionären Partei – ganz ohne Quote.

 

Das ist für die bürgerlichen Parteien unvorstellbar. Zumal – wenn es nach den TV-Duellen geht - die Lage der Frauen, Frauenrechte und Gleichberechtigung gar kein Thema sind im Wahlkampf der bürgerlichen Parteien, noch nicht mal ein Wort fiel darüber!

 

Das sahen hier viele Frauen – und auch Männer – ganz anders: sinkende Löhne, steigende Mieten, Probleme mit der Kinderbetreuung, steigende Gewalt an Frauen, aber gerade auch die Sorge angesichts rechter Politik und der Kriegsgefahr: das sind drängende Themen. Und wir sind stolz darauf, dass wir als einzige Partei die Befreiung der Frau zum Thema machen und auch den Widerstand vieler Frauen gegen den Rechtsruck der Regierungen.

 

Dafür standen hier unter anderem die Direktkandidatin der Internationalistischen Liste/MLPD für München Süd, Marion Schmidt, sowie die frauenpolitische Sprecherin der MLPD, Martina Stalleicken. Sie waren bereits auf der Montagsdemo in München zum Thema anzutreffen, genauso wie weitere kompetente Kandidatinnen und Kandidaten der Internationalistischen Liste/MLPD und Eva Schreiber von der Linkspartei, Direktkandidatin für München-Land. Alle anderen Parteien haben auf die Anfrage, zum Thema Frauenpolitik und Befreiung der Frau zu sprechen, noch nicht mal reagiert!

 

In Kempten zogen wir die Aufmerksamkeit auf uns mitten auf einem belebten Platz in der Innenstadt. Wenige kannten uns bereits. Aber es waren gerade junge Leute, die auf uns zukamen und sich bedankten, dass wir Klartext gegen die AfD gesprochen haben und sie eine wirkliche Alternative suchen und deshalb mit uns Kontakt bleiben wollen.

 

Überall war Bedarf nach Vertiefung: einige Parteiprogramme der MLPD und Broschüren „Über die Herausbildung der neuimperialistischen Länder“ wechselten die Besitzerin, Frauen und einige Männer trugen sich als Unterstützer/-innen für das Internationalistische Bündnis ein.