Sahra Wagenknecht

Landesregierung soll Stahlarbeitern helfen

Im ARD-Morgenmagazin kam kurz vor dem Aktionstag der Stahlarbeiter am 22. September in Bochum ein Interview mit Sahra Wagenknecht, Spitzenkandidatin der Linkspartei.

Korrespondenz aus Gelsenkirchen

Sie äußerte sich empört über die Fusionspläne von thyssenkrupp und Tata und wies nachdrücklich darauf hin, dass das für die Stahlarbeiter den Verlust von tausenden Arbeitsplätzen bedeutet. So weit, so gut.

 

Was aber empfahl Sahra Wagenknecht den Stahlarbeitern und ihren Familien? Sie appellierte mit viel Nachdruck ausgerechnet an die schwarz-gelbe Landesregierung in Nordrhein-Westfalen, endlich etwas zu tun, um die Werke zu erhalten. Kein Wort davon, dass die Stahlarbeiter um ihre Arbeitsplätze kämpfen und dafür selbständig streiken müssen. Damit haben Sahra Wagenknecht und die Linkspartei wohl nichts im Sinne. 

 

Würden die Stahlarbeiter sich auf diesen illusionären Weg einlassen, landeten sie in der Sackgasse. Von der Führung der Linkspartei können die Arbeiter nicht erwarten, dass sie ihnen hilft, ihre Kämpfe zu führen. Ihr ganzes Trachten ist auf Parlamentssitze und Regierungsbeteiligung aus. Anders sehen das freilich viele Mitglieder der Linkspartei, die durchaus den Weg des Kampfs der Stahlarbeiter befürworten.

 

Die MLPD stellt ihre Erfahrungen und ihren selbstlosen Einsatz diesem Kampf jederzeit zur Verfügung und steht - über den Tageskampf hinaus - für eine echte sozialistische Alternative zum kapitalistischen Profitsystem. Ein weiterer Grund, am Sonntag die Stimme der Internationalistischen Liste/MLPD (in NRW Liste 13) zu geben.