Skandal

„Anti-Deutsche“ spalten Demo in Halle

Für Mittwoch, den 20. September, meldete die AfD auf dem Hallmarkt in Halle/Saale eine Wahlkampf-Kundgebung an, an der ca. 150 bis 200 Leute teilnahmen.

Korrespondenz aus Halle an der Saale

Einer der Redner der AfD-Demo war Jürgen Elsässer, der kurz zuvor die Freilassung von Beate Zschäpe gefordert hat.

MLPD und REBELL waren selbstverständlicher Teil der Demo

Das wurde, trotz schlechten Wetters, begleitet von starken Protesten, u.a. einer Demonstration von 500 Antifaschisten. MLPD und der REBELL waren selbstverständlich Teil davon. Das passte einigen Leuten vom Umfeld der „Anti-Deutschen“ nicht. Mit der Begründung, wir seien „Antisemiten“, sollten wir die MLPD-Fahne und unsere Plakate ("Recht auf Flucht", "Verbot aller faschistischen Organisationen", "Hoch die Internationale Solidarität", "Gleiche Rechte für Deutsche und Migranten") einpacken.

Teilnahme trotz "Anti-Deutscher" und Polizei

Auf eine Diskussion über die Meinungsverschiedenheiten ließen sie sich nicht ein. Die Fahnen von MLPD und REBELL und unsere Plakate wurden natürlich nicht eingepackt, worauf hin die Anmelder die Polizei holten, um ihre Forderungen gegen uns durchzusetzen. Der Vorfall wurde sofort per Mikrophon bekannt gemacht. Einige Teilnehmer der Kundgebung äußerten Unverständnis und Ablehnung. Dennoch war ein Verbleib von uns bei der Demonstration mit unseren Fahnen und Plakaten nur am Ende der Demonstration möglich.

Gewalttätige Attacken

Selbst das passte einigen „Anti-Deutschen“ nicht. Sie gingen sehr aggressiv gegen uns vor, wollten mehrmals die Fahnen und Plakate gewaltsam entreißen und zerstören, stellten sich mit Fahrrädern vor uns, stellten uns Beine, gingen zu dritt selbst ältere Genossen gewalttätig an. Sie versuchten dem Direktkandidaten Tassilo Timm seine Wahlkampfflyer wegzunehmen. Er wurde mehrmals bedroht.

 

Wir ließen uns das Recht nicht nehmen, mit den Teilnehmern der Demonstration zu sprechen. Mehrere Exemplare der neuen AfD-Broschüre wechselten den Besitzer und viele sagten „Gut, dass ihr euch nicht habt kleinkriegen lassen!“