Köln

Solidarität siegt! Ahmed und Alaa können bleiben!

Im November 2016 wandte sich Ahmed-Al Khayyat an den Jugendverband REBELL in Köln und bat uns, ihn im Kampf gegen seine Abschiebung zu unterstützen.

Pressemitteilung des REBELL Köln

Ungeheuerlicher Grund für Ablehnung des Asylantrags

Ahmed-Al Khayyat und sein achtjährigen Sohn Alaa Khayyat kommen aus dem Irak. Nur mündlich hatte Ahmed beim letzten Termin bei der Ausländerbehörde in Köln mitgeteilt bekommen, dass sein Asylantrag abgelehnt wurde. Ahmed-Al und Alaa sind vor über einem Jahr aus dem Irak nach Deutschland geflohen. Sie wurden im Irak von islamistischen Mafiosi verfolgt und von ihnen verletzt. Das menschenfeindliche Gesetz "Asylpaket II" beinhaltet unter anderem beschleunigte massenhafte Abschiebungen. So wird sein Asylantrag abgelehnt, mit der Begründung, dass sie nur von der „Mafia und nicht staatlich“ verfolgt würden. Dass in vielen Teilen des Irak der IS herrscht interessiert die Behörden einfach nicht. Ein Skandal!

Wer einen von und angreift, greift uns alle an!

Vom REBELL organisierten wir dann die Solidarität und den Kampf gegen Abschiebung. Wir starteten eine Petition und sammelten gemeinsam Unterschriften. Ahmed und Alaa lernten, dass es nicht ihr persönliches Problem ist und lernten, offensiv andere Leute anzusprechen. Wir organisierten ein Solikonzert zu Finanzierung des Prozesses, machten mit bei der Demo am Flughafen Düsseldorf am 13.05.2017 gegen die Abschiebepolitik.

 

Vor zwei Wochen fand nun der Prozess statt und der Prozess wurde gewonnen. Ahmed und Alaa können drei weitere Jahre hier bleiben. Das ist ein wichtiger Sieg gegen das Bundesamt für Migration und gegen diese menschenverachtende Abschiebepolitik. Es zeigt: Solidarität kann siegen. Der Einsatz von so vielen Menschen hat sich gelohnt.

Solidarität ist keine Einbahnstraße!

Wir laden alle ein, dauerhaft im Jugendverband REBELL mitzumachen. Am 24.09. eine konsequente Stimme gegen den Rechtsruck der Regierung, Internationalistische Liste MLPD wählen! Danke an alle, die sich an der Solidarität beteiligt haben! Hoch die internationale Solidarität!