Düsseldorf

Wie wir ein revolutionäres Call-Callcenter bildeten ...

Bei einem Treffen der Wählerinitiative kam der Vorschlag, dass wir doch besser die Leute ansprechen, die schon Interesse dokumentiert haben, statt immer nur neue Einträge zu sammeln.

Korrespondenz aus Düsseldorf

In Düsseldorf haben wir seit Oktober 2016 eine recht umfangreiche Liste von Unterstützern für das Internationalistische Bündnis gesammelt (ca. 430) und in den letzten Monaten so manche E-Mail an diejenigen versandt, die uns eine gültige E-Mail-Adresse notiert hatten.

Wir waren mit der Rücklaufquote nicht zufrieden

Auch klassiche Briefe haben wir versandt. Aus welchen Gründen auch immer – die Reaktionen blieben spärlich und wir waren mit der Quote neu hinzugewonnener Mitwirkender in Düsseldorf nicht zufrieden. Schon gar nicht, wenn in unserer „Patenstadt“ Mönchengladbach gleich eine ganze Wählerinitiative neu entstanden ist.

 

So kam bei einem Treffen der Vorschlag, dass wir doch besser die Leute ansprechen, die schon Interesse dokumentiert haben, statt immer nur neue Einträge zu sammeln. Daraufhin hatte die Wählerinitiative beschlossen, die gesammelten Telefonnummern anzurufen und zum Mitmachen zu bewegen. Also wurde ein „revolutionäres Callcenter“ einberufen.

In zwei Stunden 80 Anrufe

Schnell waren die Listen unter 5 Leuten aufgeteilt und in 2 Stunden 80 Nummern angerufen, die Hälfte davon auch erreicht. Davon eine knappe Mehrheit persönlich, der Rest über Anrufbeantworter. Wir haben zum Antikriegstag und zu unserer Düsseldorfer Auftaktkundgebung eingeladen. Die jungen Leute haben meist zugesagt, auch ein Treffen vereinbart.

 

Klar, dass wir das wiederholen müssen – und noch besser regeln, dass wir uns mit der teilweise laufenden persönlichen Betreuung einzelner Leute „verzahnen“. Manche waren aber eben doch schon länger nicht angesprochen gewesen und einige haben sich regelrecht gefreut, dass wir an sie denken.

 

Bei der Auswertung erinnerten wir uns an die Worte Brecht's: „Höre beim Reden“ - als Devise, die Angerufenen nicht nur mit Informationen zu versorgen, sondern auch herauszuhören, was sie bewegt und interessiert.