ver.di

Erfolgreicher "Aktionstag Händedesinfektion“

Zu einem "Aktionstag Händedesinfektion" hatte die Gewerkschaft ver.di am 12. September bundesweit Beschäftigte in Krankenhäusern aufgerufen.

Korrespondenz aus Saarbrücken

Von den 78 im Saarland teilnehmenden Stationen mussten bereits um 10 Uhr - vier Stunden nach Start des Aktionstages - 65 die Aktion vorzeitig abbrechen, da sonst die pflegerische Versorgung der Patienten nicht mehr gewährleistet gewesen wäre.

Klinikbetreiber verweigern mehr Personal

ver.di wollte mit der Aktion die Forderung nach gesetzlichen Personalvorgaben untermauern, und deutlich machen, dass die Personalnot nicht nur zu Lasten der Gesundheit der Klinikbeschäftigten geht, sondern auch Leben und Gesundheit der Patienten gefährdet. Die Weigerung der Klinikbetreiber zumindest an diesem Tag genügend Personal auf den beteiligten Stationen zur Verfügung zu stellen, zeigt, was von deren gelegentlichen Solidaritätsbekundungen gegenüber den Pflegekräften zu halten ist.

Desinfektion der Hände ist lebenswichtig

Allein in den saarländischen Kliniken wären 258 mehr Beschäftigte nötig gewesen, um eine sachgemäße Händedesinfektion korrekt durchführen zu können. Und dabei geht es nicht um Nebensächliches. Die Desinfektion der Hände ist eine der wichtigsten Maßnahmen, um Infektionen bei Behandlungen zu vermeiden. So schreiben die Richtlinien des Robert-Koch-Instituts zwingend vor, dass die Hände-Desinfektion vor und nach jedem Patientenkontakt 30 Sekunden dauern soll.

Internationalistisches Bündnis geeignet für den Zusammenschluss

"Dafür müssen wir - Pflegekräfte und Patienten - zusammenstehen, uns organisieren und gemeinsam kämpfen. Den geeigneten Rahmen für einen solchen kämpferischen Zusammenschluss bietet, auch über den Wahltag hinaus, das Internationalistische Bündnis." Hier können sich Pflegekräfte, Patienten und ihre Angehörigen vernetzen und eine gemeinsame Plattform schaffen.