Gelsenkirchen

Faschistische Morddrohungen gegen Monika Gärtner-Engel und weitere

Das Zentralkomitee der MLPD informiert in einem Flugblatt über faschistische Mordaufrufe gegenüber Monika Gärtner-Engel und Bewohnern eines Hauses in der Gelsenkirchener Hauptstraße:

Von Zentralkomitee der MLPD
Faschistische Morddrohungen gegen Monika Gärtner-Engel und weitere
Monika Gärtner-Engel (rf-foto)

Liebe Anwohnerinnen und Anwohner, am 30. September wurde im Internet zum Mord an Monika Gärtner-Engel aufgerufen. Sie ist Internationalismusverantwortliche des ZK der MLPD und Hauptkoordinatorin der revolutionären Weltorganisation ICOR. In Gelsenkirchen ist sie als Repräsentantin der MLPD, Ratsfrau und Kommunalpolitikerin von AUF bekannt und beliebt. Via Twitter wurde Monika Gärtner-Engel übel beleidigt, ein entstelltes und manipuliertes Foto von ihr verbreitet und zur Mordhatz gegen sie aufgerufen: „Findet sie = Tötet sie!“, hieß es auf Englisch.

Bedrohung durch die Sprechanlage

In der Nacht vom 2. auf den 3. Oktober wurden Bewohner eines Hauses in der Gelsenkirchener Hauptstraße über die Sprechanlage bedroht: „Ich bin dein Mörder! Ich komme heute Nacht!“ In dem Haus befindet sich der „Treff International“, der bekannt ist für seine vorbildliche Flüchtlingssolidarität, das Kreisbüro der MLPD und den fortschrittlichen Buch-, Kunsthandwerk- und Reiseladen „People to People“. In der Nacht zum 4. Oktober wurde ein Hetz-Aufkleber der neofaschistischen NPD an das Büro der MLPD geklebt.

Natürlich darf man sich von so etwas nicht einschüchtern lassen

Gabi Fechtner, Vorsitzende der MLPD

In beiden Fällen wurde Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Gabi Fechtner, Vorsitzende der MLPD, erklärte dazu: „Natürlich darf man sich von so etwas nicht einschüchtern lassen. Immerhin haben 87 Prozent der Wähler ausdrücklich Parteien gewählt, die links von der AfD sind, und der fortschrittliche Stimmungsumschwung ist erheblich stärker als der Rechtstrend. Aber man darf diesen Rechtstrend und solche faschistischen Morddrohungen nicht auf die leichte Schulter nehmen. Sie sollen einschüchtern, aber sie bereiteten in der Vergangenheit auch brutale Attentate bis zur Ermordung von Antifaschisten, Kommunisten oder Migranten vor.

MLPD, REBELL und Internationalistisches Bündnis fordern das Verbot aller faschistischen Organisationen (rf-foto)
MLPD, REBELL und Internationalistisches Bündnis fordern das Verbot aller faschistischen Organisationen (rf-foto)

In Kürze

  • Faschisten riefen über Twitter zur Ermordung von Monika Gärtner-Engel auf
  • Den Bewohnern eines Hauses in der Hauptstraße in Gelsenkirchen wurde ebenfalls mit Mord gedroht
  • Alle Antifaschisten, Demokraten, Freunde und Anwohner sind aufgefordert, sich gegen solche Umtriebe zusammenzuschließen

Den Faschisten ist nicht verborgen geblieben, dass die MLPD und das Internationalistische Bündnis an gesellschaftlichem Gewicht gewinnen, und attackieren sie verstärkt. Offenbar denken faschistische Kräfte, dass sie durch die Aufwertung der AfD Oberwasser bekommen und kriechen aus ihren Löchern ...

 

Die Faschisten werden von der ,Linksextremismus‘-Kampagne der Herrschenden ermuntert und aufgestachelt. Aus der AfD nehmen die faschistischen Töne zu, aber auch die faschistischen Anhänger Erdogans oder der faschistische IS sind in Deutschland aktiv.“

Kein Fußbreit den Faschisten

Sie ruft dazu auf, „dass sich alle demokratischen Menschen solch faschistischen Umtrieben entschieden entgegenstellen und die Wachsamkeit erhöhen. Wir fordern die strafrechtliche Verfolgung und Bestrafung der Verantwortlichen und das Verbot aller faschistischen Organisationen und ihrer Propaganda. Wehret den Anfängen! Kein Fußbreit den Faschisten!“

 

Alle Antifaschisten, Demokraten, Freunde und Anwohner werden hiermit aufgefordert und gebeten, sich gegen solche Umtriebe zusammenzuschließen, sachdienliche Hinweise zu geben, und den Protest zu organisieren, z. B. auf der Montagsdemonstration am 9. Oktober 2017, 17.30 Uhr, Preuteplatz. Vielen Dank!

Solidarität entwickelt sich

Sofort nach Bekanntwerden der Morddrohungen gingen erste Solidaritätserklärungen ein - und es werden immer mehr. Auch die Rote Fahne-Redaktion solidarisiert sich ausdrücklich und verurteilt die faschistischen Drohungen auf das Entschiedenste.