Gelsenkirchen

Mit der "Blauen Beilage" vor der Zeche Prosper

Es ist 20.30 Uhr an der Brücke zum Tor Schacht X der Zeche Prosper und gerade Schichtwechsel.

Korrespondenz aus Gelsenkirchen

Wir Rote Fahne-Verkäufer sprechen die Kumpel an: „Glück auf! Früher wurde immer gesagt: hier ist die USA und Europa und dort Russland, aber heute, da kommen neue imperialistische Kräfte dazu, wie die Türkei, Indien, China, Katar – hierzu müssen wir uns einen klaren Standpunkt verschaffen. Für keinen dieser Imperialisten kann man Partei ergreifen; gerade angesichts der wachsenden Kriegsgefahr muss man gegen jeden imperialistischen Krieg einstehen. Was meinst du dazu?“

Allseitig analysiert und qualifiziert

Und: „Glück auf, die MLPD hat eine exakte Analyse zur Herausbildung neuimperialistischer Länder. Man weiß immer schon etwas, aber das hier ist allseitig analysiert und qualifiziert. Diese Klarheit brauchen alle Arbeiter, was meinst du dazu?“ Das regte zu vielfältigen Reaktionen an: „Gegen die Kriegsgefahr, da macht ihr auch nichts dagegen“ oder  „Ich diskutiere ja schon immer mit meine Kollegen, dass der Erdogan in der Türkei spinnt“.

Auffallend viele längere Gespräche

Ein junger Kumpel meinte: „Tut mir leid, ich habe schon versucht mich mit Politik zu beschäftigen, aber ich blicke da echt nicht durch“. Mit auffällig vielen Kumpeln konnten wir längere Gespräche führen. Wir verkauften vier Exemplare des Rote Fahne Magazins mit der Blauen Beilage, gaben vier Probeexemplare des Magazins ab und erhielten drei Adressen.

Weltweite Friedensbewegung dringend nötig

Überzeugt haben die Kollegen unsere Argumente, dass wir mehr Bewusstsein brauchen, denn wenn das da ist, dann wären die Leute auch anders organisiert und würden anders kämpfen. Zum Beispiel gibt es noch keine weltweite Friedensbewegung, das ist aber dringend nötig! Oder auch das Argument, dass sie diese Information nicht aus dem Internet bekommen, weil die bürgerlichen Medien kein Interesse daran haben, dass die Arbeiter selbst durchblicken, das kann nur von einer marxistisch-leninistischen Arbeiterpartei kommen.

"Warum bis du dann nicht in der MLPD?"

Insgesamt haben wir an diesem Tor bereits zehn Broschüren „Über die Herausbildung neuimperialistischer Länder“ verkauft. Einen Kollegen fragten wir: Wenn du schon so aktiv mit deinen Kollegen diskutierst und mit uns übereinstimmst, warum bist du dann eigentlich nicht in der MLPD? Er meinte: Dazu habe ich keine Zeit. Wir erklärten ihm, was die MLPD ausmacht und wie wir als Arbeiterpartei arbeiten. Er verabschiedete sich mit den Worten: „Ok, dann ich überlege es mir mal.“