Afghanistan

3,5 Millionen Kinder besuchen keine Schule - 85 Prozent davon sind Mädchen

Ein „Argument“ für den Einsatz deutscher Truppen in Afghanistan war, dass sie den afghanischen Frauen und Mädchen Bildung und Freiheit bringe. So sieht die Realität heute aus: Zwei Drittel der Mädchen in Afghanistan besuchen keine Schule. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HWR) nennt als Gründe dafür:  Wachsende Unsicherheit – die Menschen sind aufgrund des jahrzehntelangen Krieges keineswegs „befreit“, sondern arm, auf der Flucht, islamistische Milizen und Kriminelle bedrohen Mädchen und junge Frauen. Es fehle an Schulen, weiblichen Lehrkräften und Infrastruktur wie Toiletten. Viele Mädchen arbeiten. Das beweist nicht zuletzt, dass Kriegs- und angebliche "Wirtschafts"flüchtlinge gar nicht voneinander zu trennen sind. Währenddessen hält die Bundesregierung an ihrer Mär des „sicheren Herkunftslandes“ fest. Gegen die nächste geplante Abschiebung nach Afghanistan am 24.10. aus Leipzig sind Gegenproteste geplant.