Duisburg Nord

Faustrecht im Jobcenter

Am Dienstag, den 17. Oktober, befand ich mich im Jobcenter Duisburg Nord um einige Papiere nachzureichen.

Korrespondenz aus Duisburg

Ich stellte mich in die für mich zuständige Endlosreihe und es ging zäh und unstetig voran. In der Nebenreihe positionierte sich ein Sicherheitsmitarbeiter mit zwei Besuchern in die vorderste Reihe, vor allen anderen wartenden. Es war nicht zu erkennen das einer der Besucher erblindet ist. Er trug Sonnenbrille und war sicher vom Gang und Verhalten her.

 

Auch ich habe es nicht erkannt, sonst hätte ich mich vielleicht gar nicht eingemischt. Ein Besucher aus der Warteschlange fragte nach, wieso diese Aktion sein müsse, während alle anderen warten, und warum es nicht der Reihe nach ginge. Auch hier hätte der Sicherheitsmitarbeiter darauf hinweisen können das einer der zwei Besucher körperliche Beeinträchtigungen hat und eine Eskalation hätte vermieden werden können.

Sicherheitsmitarbeiter beschimpfte den Besucher unflätigst

Stattdessen beschimpfte der Sicherheitsmitarbeiter den Besucher auf übele Art und setzte sich vorwärts in Bewegung. Aus reinem Reflex um schlimmeres zu verhindern mischte ich mich mit Worten ein. Mir wurde auch gleich mit Hausverbot gedroht und der Sicherheitsmitarbeiter lies mich wissen: "...und glaub mir ich bin deutscher als deutsch!" Danach kehrte jedoch Ruhe ein, welche allerdings nur von kurzer Dauer war, denn der Sicherheitsmitarbeiter brachte den Stein wieder ins Rollen.

Faustschlag ins Gesicht

Es gab einen erneuten Wortwechsel mit rasch wachsender Energie und dann geschah das, was ich im Vorfeld zu verhindern versuchte. Der Sicherheitsmitarbeiter machte eine Vorwärtsbewegung, fasste den Besucher, der mit ihm diskutierte, mit der linken Hand an den Kragen und schlug ihn mit der rechten Faust ins Gesicht. Die Polizei war vor Ort nahm die Personalien auf. 

Während des Wartens auf die Polizei bekam ich eine Absprache der anderen Sicherheitsmitarbeiter mit, in der man sich einigte, der Polizei zu sagen, dass der betreffende Mitarbeiter nicht aufzufinden sei. Die örtliche Presse ist über den Vorfall informiert. Hier ist abzuwarten ob überhaupt ein Bericht erscheint.