Hamburg

Gedenken an faschistische Verbrechen im Iran

Iranische Revolutionäre und Demokraten organisierten vor Kurzem eine Gedenkfeier.

Von MLPD Hamburg

1988 ermordete das faschistische Regime im Iran mehrere Tausend politische Gefangene, die im Widerstand gegen das Regime aktiv waren. Darunter viele Marxisten-Leninisten, Revolutionäre, demokratisch gesinnte Menschen. Das jüngste Oper war 13 Jahre, das älteste 78 Jahre alt! Bis heute werden die genauen Zahlen durch das Regime verheimlicht.

MLPD Hamburg gestaltete Veranstaltung aktiv mit

Die MLPD Hamburg war gerne der Einladung der Veranstalter gefolgt und gestaltete die Veranstaltung aktiv mit - mit Liedbeiträgen, einem Büchertisch und Rede. Der Vertreter der MLPD ging insbesondere auf den faschistischen Klassencharakter des Regimes im Iran und dessen Entwicklung zu einem neuimperialistischen Land ein. Ein weiterer Schwerpunkt war die Notwendigkeit, starke marxistisch-leninistische Parteien aufzubauen und welche Rolle dabei die ICOR als revolutionäre Weltorganisation einnehmen kann. Es wurden intensive Diskussionen geführt.

 

Am Büchertisch wurden etliche Broschüren der MLPD „Über die Herausbildung der neuimperialistischen Länder“ verkauft. Darin heißt es zum Iran: „Israel, die Türkei, der Iran, Saudi-Arabien und die arabischen Scheichtümer kämpfen untereinander und mit den alten Imperialisten um die regionale Vorherrschaft im Nahen und Mittleren Osten sowie Nordafrika. Für den Kampf um die Neuaufteilung der Welt forcierten die neuimperialistischen Länder den Ausbau ihrer staatlich-militärischen Machtapparate.“ (Seite 29/30)

Solidarische Protestkundgebung

Kurz danach fand dann eine Protestkundgebung vor dem Hauptbahnhof in Hamburg statt. Es beteiligten sich ca. 50 bis 60 Menschen daran. In einem Flugblatt und in Ansprachen hieß es: „Wir sind hier versammelt, um unsere Solidarität mit politischen Gefangenen, die im iranischen Kurdistan in der Stadt Banne niedergeschlagen worden sind, zu zeigen. Die politischen Gefangenen haben durch ihren Hungerstreik, der mehr als 40 Tage gedauert hat, gezeigt, dass der Widerstand trotz Folter und Hinrichtungen im Iran bis zum Sturz dieses Regimes fortgesetzt wird.“

 

Für die MLPD sprach Joachim Griesbaum. Er überbrachte solidarische Grüße und griff insbesondere die Merkel-Regierung an: Diese gibt sich gerne als „Wächterin der Demokratie“, sieht dabei aber schon mal über die barbarischen Zustände im Iran hinweg, wenn unter anderem der Flugzeugkonzern Airbus beste Geschäfte mit dem Iran machen kann. Auch ist der CDU/SPD-Regierung die Existenz von politischen Gefangenen nicht fremd: In München stehen zehn Revolutionärinnen und Revolutionäre der Föderation der Arbeiter aus der Türkei in Deutschland (ATIF) vor Gericht. Sie sind aufgrund des Paragraphen 129 a/b inhaftiert.

 

Seit mehr als zwei Jahren sitzen sie in Haft. Für die Forderung nach sofortiger Freilassung der politischen Gefangenen, die weltweit für Freiheit, Demokratie und eine sozialistische Perspektive kämpfen, gab es viel Beifall.