Afghanistan

Protest der Solidarity Party of Afghanistan (SPA) verurteilt die Besatzung durch USA

Die Solidarity Party of Afghanistan hat der Internationalen Koordinierung revolutionärer Parteien und Organisationen (ICOR) folgenden Bericht zukommen lassen:

Von Solidarity Party of Afghanistan
Protest der Solidarity Party of Afghanistan (SPA) verurteilt die Besatzung durch USA
Foto vom Protest in Kabul (foto: SPA)

Am 6. Oktober hat sich in Kabul eine Gruppe von SPA-Mitgliedern und -Unterstützern versammelt, um am Vorabend des 16. Besatzungsjahres von Afghanistan durch die USA und die NATO ihren Protest auszudrücken.

Nein zur Besatzung! Nein zu Militärstützpunkten der USA in Afghanistan!

Solidarity Party of Afghanistan

Sie trugen das Transparent „In der Anwesenheit von USA, NATO und ihren Lakaien wird es in Afghanistan keinen Frieden und kein Wohlergehen geben!“ Sie trugen auch Plakate mit Bildern von Opfern durch die Luftangriffe der USA und der NATO und mit Aufschriften wie „Nein zur Besatzung!“, „Nein zu Militärstützpunkten der USA in Afghanistan!“, „Nein zu Streitkräften von USA und NATO in Afghanistan!“, „USA/NATO-Massaker: eine Herausforderung an das Gewissen der Welt!“, „US-Militärstützpunkte = Blutvergießen in Afghanistan!“, „Befreiung der afghanischen Frauen: Kampf gegen Besatzung und Fundamentalismus!“

 

Dann sagte Selay Ghaffar, Sprecherin der SPA: „Mit der Besatzung unseres Heimatlandes hat sich die Not und die Qual unseres Volkes vervielfacht: täglich sind unsere Dörfer Zielscheibe für Luftangriffe der blutrünstigen USA und der NATO. Dabei bilden Frauen und Kinder die Mehrheit der Opfer; die Landbevölkerung wird zwischen den Taliban, dem IS und regierungstreuen Milizen zerrieben. Die Körper der Stadtbewohner werden durch Selbstmord-Attentate und Bombardierungen durch die Taliban und die IS-Schweine zerfetzt. Die Besatzung hat korrupte Kriegsherren zu an der Macht befindlichen tollwütigen Hyänen gemacht.

"Schlächter von Kabul", Gulbuddin Hekmatyar, wurde abartig willkommen geheißen

Im Zuge der jüngsten Ereignisse wurde der ‚Schlächter von Kabul‘, Gulbuddin Hekmatyar, abartig willkommen geheißen und neben seinen Mörderkumpanen etabliert. Sektiererische Spaltungen, deren Opfer vor allem unsere unschuldigen Landsleute sind, werden systematisch geschürt. Unser Heimatland wurde in einen Kriegsbrandherd der Rivalitäten von regionalen und Weltmächten verwandelt und wird von tödlichen Gefahren bedroht. Den kriminellen Regimes im Iran und Pakistan wurde in Afghanistan freie Hand gegeben, und unser Heimatland wurde zu einem Drehkreuz ihrer Geheimdienstagenten gemacht. Die Produktion und der Vertrieb von Drogen sind die Grundlage unserer Wirtschaft, mit drei Millionen Süchtigen als unheilvoller Folge. Unsere glücklosen Frauen verbrennen in dem Inferno, das aus all dem folgt. Korruption und Verrat sind im Geflecht des Marionettenregimes so verwoben, dass Jahrzehnte lange Knochenarbeit nötig wäre, um sie zu beseitigen; und diese Liste der Schande, die uns die Besatzung beschert hat, lässt sich noch bis zum Gehtnichtmehr fortsetzen.“

 

Am Ende der Veranstaltung führte die Theatergruppe der SPA eine Darbietung auf, die die raue Wirklichkeit in Afghanistan unter den Klauen der Besatzer und ihrer Lakaien darstellte. (Eigene Übersetzung)