Gelsenkirchen

Abgeholt und abgeschoben!

Wir protestieren gegen die Abschiebung unseres Freundes Moussa

Jugendverband Rebell
Abgeholt und abgeschoben!
Moussa und sein Freund Bernd (Rote Fahne-Foto)

Heute mitten in der Nacht wurde unser Freund Moussa, Mitglied im Jugendverband REBELL, von Beamten der Ausländerbehörde Gelsenkirchen abgeholt und in den Flieger nach Italien gesetzt!

Unser Kumpel und Freund geworden

Moussa stammt aus Guinea und ist wegen ethnischer Verfolgung in seiner Heimat auf langen, gefahrvollen Wegen durch die Sahara und das Mittelmeer unter Lebensgefahr nach Europa geflohen. Er lebt inzwischen seit zwei Jahren in Deutschland und hat begonnen, sich hier voll zu integrieren: Er lernte die deutsche Sprache und musste dazu auch Lesen und Schreiben lernen. Er hat sich nie etwas zuschulden kommen lassen und hat Nachbarn und Freunden viel geholfen und sich hier auch für andere Flüchtlinge und von Hartz IV betroffenen Menschen eingesetzt. Fast jeden Montag war er auf der Montagsdemonstration Gelsenkirchen. Er ist unser Kumpel und Freund geworden.

Opfer der Dublin III-Willkür

Als Moussa nach Deutschland kam, hatte die Regierung großspurig das sogenannte "Dublin III-Abkommen" außer Kraft gesetzt gehabt. Weil Moussa aber nur seine Heimatsprache Malenke sprach und das Ausländeramt erst im Frühjahr 2017 einen Dolmetscher dafür hatte, konnte er erst jetzt seinen Asylantrag stellen. Weil inzwischen das Dublin III Abkommen wieder in Kraft gesetzt wurde, wurde er jetzt nach diesem Verfahren abgeschoben.

 

Nur weil er dort seinen Fingerabdruck abgegeben hat! Eine Dame vom Ausländeramt, die an der Abschiebung beteiligt war, meinte, es gehe alles "rechtsstaatlich" zu. Das ist unverschämt! Weil sie schlampig arbeiten, landet Moussa jetzt in Italien, wo er keinen Menschen kennt, wo er wieder nicht die Sprache spricht - und was passiert dort mit ihm?

Wie kann man sich so über Menschen hinwegsetzen?

Wie kann man sich so über die Menschen hinwegsetzen?! Die letzten Tage wurden Familien nach Albanien abgeschoben. Eine davon, obwohl sie von Blutrache bedroht ist!

Protest gegen die verschärfte Abschiebepolitik der Bundesregierung

Wir protestieren gegen diese verschärfte Abschiebepolitik der Bundesregierung nach der Bundestagswahl und gegen die verschärfte Politik gegen Asylbewerber und Flüchtlinge. Für Afrika hat die Merkel'sche Regierung eine besonders menschenverachtende Flüchtlingspolitik  entwickelt, getarnt unter dem Begriff "Fluchtursachenbekämpfung". Diese sieht Internierungslager in Afrika vor, in denen Flüchtlinge festgehalten und von Militär bewacht werden, damit sie nicht über das Meer fliehen können. Wir nennen das Konzentrationslager!

Mit Attentätern wie Anis Amri wurde ganz anders umgegangen - die werden von "Verfassungsschutz" und LKA noch in Deutschland rumgefahren ...

Wir fordern Stopp der Abschiebungen!Wir fordern ein Asylrecht für alle Unterdrückten - außer natürlich Faschisten.

Morgen Protestkundgebung

Wir werden am morgigen Mittwoch, dem 25. Oktober, um 17 Uhr auf dem Preuteplatz in der Innenstadt von Gelsenkirchen eine Protestkundgebung mit Demonstration durchführen.