Visum-Verweigerung

Diskriminierung internationalistischer Bildungsarbeit

Holger Vogt, der Vorsitzende des Arbeiterbildungszentrums e.V., schreibt an die Öffentlichkeit:

Von Holger Vogt

Im Rahmen der Bildungsarbeit des Arbeiterbildungszentrums e.V., Gelsenkirchen, lud der Verein Arbeiterbildungszentrum einen jungen ägyptischen Freund des Vereins für eine Fortbildung und zum Erfahrungsaustausch nach Deutschland ein.

 

Das Arbeiterbildungszentrum hat in den vergangenen Jahren für weit über 50 Personen mit Visaverfahren Einladungen ausgesprochen. In keinem einzigen Fall in den vergangenen Jahren wurden die Visa-Bedingungen nicht eingehalten. Auch die persönlich Haftung ist geklärt; wer die Kosten also trägt, falls der Eingeladene nicht in sein Heimatland zurückkehrt.

Visa-Antrag wurde abgelehnt

Trotzdem wurde der Antrag von der deutschen Botschaft in Kairo abgelehnt. Als Grund wurde vor allem 'Zweifel an der Rückkehrwilligkeit' angeführt. Das ist eine pauschale Feststellung, die jeden trifft, der ohne hohes Einkommen Deutschland besuchen will. Der Widerspruch gegen die Ablehnung des Visums an die deutsche Botschaft und an das deutsche Außenministerium blieb bisher erfolglos.

 

Wir sehen in dieser Maßnahme eine Diskriminierung unserer Bildungsarbeit des Arbeiterbildungsvereins, der seit vielen Jahren interkulturell und internationalistisch tätig ist und auch viele Kontakte zu anderen Einrichtungen vermittelt, um im Sinne der Völkerverständigung tätig zu sein.

Ungleichbehandlung beenden

Es ist uns ein Anliegen, dass solche Ungleichbehandlung beendet wird und erst recht kein Normalzustand wird. Nach dieser Regelung können nur Reiche die Bundesrepublik besuchen und die Bundesrepublik bleibt für arbeitende Menschen in Ägypten für Besuche verschlossen.