100 Jahre Oktoberrevolution

ICOR-Seminar platzt aus allen Nähten - Kulturfest in vollem Gang

Mit inzwischen über 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern platzt das ICOR-Seminar zum 100. Jahrestag der Oktoberrevolution in Bottrop aus allen Nähten.

Von jw/ms
ICOR-Seminar platzt aus allen Nähten - Kulturfest in vollem Gang
Sophie aus Kenia - eine Rednerin des heutigen Tags (RF-Foto)

Am zweiten Tag sind noch mehr Arbeiterinnen und Arbeiter, aber auch viele Jugendliche und Migranten neu dazu gekommen.

Mittlerweile Teilnehmer aus 44 Ländern

Das Präsidium begrüßte zugleich neue internationale Teilnehmer, so eine ehemalige HDP-Bürgermeisterin aus der Türkei, die vom Erdogan-Regime abgesetzt wurde. Außerdem Delegationen bzw. Vertreter aus Venezuela, Italien und Sri Lanka. Damit sind 44 Länder und über 60 Organisationen aus diesen Ländern auf dem Seminar vertreten.

Diskussion zu drei weiteren Themenblöcken

Zahlreiche Rednerinnen und Redner beteiligten sich an der Diskussion zu drei weiteren Seminarblöcken. Am Morgen wurde der Block zur Strategie und Taktik des bewaffneten Aufstands, zum Zusammenhang von demokratischer und sozialistischer Revolution, zur Flexibilität in der Kampftaktik, Organisationsformen und Losungen fortgesetzt.

 

Noch vor der Mittagspause begann die Diskussion des vierten Blocks über die Notwendigkeit des sozialistischen Aufbaus in einem Land in Verbindung mit dem Aufbau einer kommunistischen Weltbewegung, dem Bollwerk der Sowjetunion und die Bedeutung der Komintern.

Revolutionäre Führer, Arbeiter, Weltfrauen und Rebellen beteiligen sich

Am Schluss des Seminartages begann die Diskussion über die Oktoberrevolution und den Kampf gegen Opportunismus und Sektierertum. Morgen, am letzten Tag des Seminars wird es mit diesem Thema zunächst weitergehen.

 

An den Diskussionen beteiligten sich auch heute wieder zahlreiche internationale Vertreter, unter anderem Führer verschiedener verankerter revolutionärer Parteien. Aber auch Stahl- und Bergarbeiter aus Deutschland, Vertreterinnen der Weltfrauenbewegung und Jugendliche vom Jugendverband REBELL.

 

Ein Teilnehmer aus Frankreich sagte begeistert: "Ich finde das Seminar umwerfend. Wie hier mit dem Willen zur Einheit komplizierte Fragen diskutiert werden, ist sehr ermutigend. Wir sind insgesamt vier Organisationen aus Frankreich hier auf dem Seminar. Wir bekommen hier eine Anleitung für die Auseinandersetzung."

Internationales Kulturfest in vollen Gang

Im Moment ist die Kulturveranstaltung und Feier zum 100. Geburtstag der Oktoberrevolution in vollem Gang. Sie begann mit einer Premiere. Die Band Gehörwasche rockte - gestützt auf einen Chor von Jugendlichen - den Saal mit ihrem neuen Lied: Oktoberrevolution.

 

Gabi Fechtner, die Vorsitzende der MLPD, begrüßte die Gäste auch im Namen der ICOR. Sie taucht mit ihrer Rede tief ein in die Erfahrungen der Revolution von 1917. Die Oktoberrevolution verwirklichte den alten Menschheitstraum einer von Ausbeutung und Unterdrückung befreiten Gesellschaft.

Spannung auf ein breitgefächertes Kulturprogramm

Es ist, als ob der Geist dieser Revolution während ihrer durch vielfachen Beifall unterbrochenen Rede durch den Saal schwebt. Dabei durchdringt Gabi Fechtner die heutigen Aufgaben der Revolutionäre mit den Lehren des roten Oktober. Mit Spannung erwarten die Besucher nach der Rede ein breitgefächertes internationales Kulturprogramm.

 

Das Internationale Seminar wird morgen eine halbe Stunde eher als geplant - um 9 Uhr - beginnen. Der letzte Tag wird sicher ein weiterer Höhepunkt - mit der Diskussion über die Schlussfolgerungen aus der Oktoberrevolution für den revolutionären Klassenkampf heute.