Abschiebung

Moussa kämpft mit uns weiter für eine Zukunft ohne Grenzen

Gestern, 25. Oktober, protestierten der Jugendverband REBELL und die MLPD gemeinsam mit vielen Freunden gegen die unverschämte Abschiebung unseres Freundes und Genossen Moussa aus Guinea.

Korrespondenz aus Gelsenkirchen
Moussa kämpft mit uns weiter für eine Zukunft ohne Grenzen
Einige der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Aktion (rf-foto)

Er wurde in einer Nacht- und Nebelaktion von der Gelsenkirchener Ausländerbehörde nach Italien abgeschoben. (siehe Rote Fahne News).

Wir wollen, dass Moussa zurückkommt

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Protestaktion

Viele waren traurig, aber auch wütend. An der Spitze des Protestes stand der Jugendverband REBELL. Leon Bauer stellte seinen afrikanischen Freund und Genossen vor, wie er sich mutig nach Deutschland durchgeschlagen hat, wie er sich hier integriert hat und im Jugendverband seine Heimat gefunden hat. „Wir wollen, dass Moussa zurückkommt“, stand auf vielen Schildern, auf denen das Portrait von Moussa abgebildet war.

Souleymann hat einen Freund und Bruder verloren

Moussa hatte auf der Flucht einen anderen jungen Mann kennengelernt, Souleymann, ebenfalls aus Guinea. Gemeinsam kamen sie nach Gelsenkirchen und organisierten sich im REBELL. In einem bewegenden Redebeitrag, führte Souleymann aus, warum sie aus Guinea geflohen sind, wie er selbst in Lybien in einem KZ landete, wie er knapp auf dem Mittelmeer dem Tod entronnen ist und warum er für eine andere bessere Welt kämpft. Er hat seinen besten Freund, der für ihn wie ein Bruder war, verloren. Das ist das, was die menschenfeindliche Asylpolitik der Regierung Menschen antut und weshalb sie bekämpft werden muss.

Regelrechte Abschiebewelle nach der Bundestagswahl

In den vielen Redebeiträgen wurde die Solidarität mit Moussa lebendig und zeichnete das Bild eines mutigen Kämpfers für eine lebenswerte Zukunft, der hier viele Freunde gefunden hat. Wir machten deutlich, dass es sich niemand einfallen lassen soll, jemanden aus unserer Mitte zu reißen, ohne dass er sich mit uns anlegt, sei es die Gelsenkirchener Ausländerbehörde, sei es das BAMF. Aber es wurde bei dieser Demo auch deutlich, dass jetzt nach den Bundestagswahlen eine regelrechte Abschiebewelle eingesetzt hat und der Rechtsruck der Regierung sich noch weiter vertieft.

 

Deshalb müssen die Fluchtursachen in aller Welt bekämpft werden. Die gehen vom Imperialismus aus, der zu Kriegen, Hungersnot und Umweltkatastrophen führt und die Menschen ihrer Lebensgrundlagen beraubt. Es ist richtig, gegen jede einzelne Abschiebung und die Verschärfung der Abschiebepolitik und Asylpolitik durch die Regierung zu kämpfen - vor allen Dingen muss aber das kapitalistische System bekämpft und revolutionär überwunden werden. Damit die Menschheit frei und ohne Grenzen leben kann, damit jeder das Recht hat, dorthin zu gehen, wohin er gehen möchte, damit Menschen nicht mehr fliehen müssen aus dem Land das sie lieben. Dafür braucht es den echten Sozialismus auf der ganzen Welt.

Alles unternehmen, damit wir ihn zurückbekommen

Damit das Wirklichkeit werden kann, hat sich Moussa im REBELL organisiert und wird auch mit uns in Zukunft daran arbeiten. Dessen sind wir uns ganz sicher. Wir wissen, dass er die Solidarität und den Zusammenschluss mit fortschrittlichen Menschen und das Ziel einer lebenswerten Zukunft auch in Italien nicht aufgeben wird und werden den engen Kontakt zu ihm halten. Trotzdem wollen wir diese unverschämte Abschiebung nach Dublin III nicht durchgehen lassen und alles unternehmen, damit wir ihn zurückbekommen. Besonders ermutigend war die Teilnahme einer Delegation peruanischer Frauen, die hier in Gelsenkirchen sind, um an einem Treffen der Weltfrauen teilzunehmen. Sie überbrachten solidarische Grüße und endeten ihren Beitrag mit „Hoch die internationale Solidarität!“. Auch eine Delegation der Herbststudienfreizeit des Rebell NRW hielt eine Rede. Die Hauptperson Pawel des Tatsachenromans „Wie der Stahl gehärtet wurde“ , den sie zur Zeit lesen, musste sich vor und während der Zeit der russischen Oktoberrevolution mit zahlreichen Widrigkeiten auseinandersetzen und lernen, immer wieder aufzustehen und niemals aufzugeben für die schönste Sache der Welt: Den Kampf um die Befreiung der Menschheit!

 

Das lernen auch wir daraus und hoffen, dass wir alle die für Moussa und andere Flüchtlinge und Rebellen kämpfen auf dem internationalen Seminar und der internationalen Kulturveranstaltung zu 100 Jahre Oktoberrevolution wiedersehen.