Ruhrkohle AG

Teilerfolg der Kumpel im Streit um „Attest-Tonne“?

Mit dem Ausstieg aus der Steinkohleförderung will die Ruhrkohle AG (RAG) auch aus der Versorgung der Kumpel mit Deputat-Kohle aussteigen.

Von Gerd Pfisterer

Mit dem Ausstieg aus der Steinkohleförderung will die Ruhrkohle AG (RAG) auch aus der Versorgung der Kumpel mit Deputat-Kohle aussteigen. Jedem ausgeschiedenen Kumpel stehen 2,5 Tonnen Deputat-Kohle als Bestandteil der Rente zu. 2015 einigte sich die RAG mit der IGBCE auf eine Streichung der Deputat-Kohle durch die Zahlung einer einmaligen Abfindung.

 

Das ist nichts anderes als eine Rentenkürzung. Dagegen klagen seitdem Hunderte Kollegen. Kranke Kumpel hatten, wenn vom Arzt verordnet, außerdem den Anspruch auf eine zusätzliche Tonne Kohle, die sogenannte „Attest-Tonne“.

 

Die hat die RAG 2015 ersatzlos gestrichen. Vor dem Landesarbeitsgericht Hamm wird im Augenblick die Klage eines Dortmunder Kumpel dagegen verhandelt. Dabei lies der Richter erkennen, dass die Streichung der „Attest-Tonne“ nicht Rechtens ist. Noch ist kein Urteil gefällt. Auf jeden Fall geht der Kampf gegen die Kürzung der Deputatkohle und damit der Rente weiter.