Loveparade-Katastrophe

Opferanwalt kritisiert Rolle der Polizei

Am 8. Dezember beginnt in den Düsseldorfer Messehallen der Prozess zur Loveparade-Katastrophe. Angeklagt sind sechs Mitarbeiter der Stadt Duisburg und vier Beschäftigte des Veranstalters. Polizisten sind nicht dabei. Gegen deren Verhalten werden aber jetzt Stimmen laut. Laut Opferanwalt Julius Reiter habe sich die Polizei bei der Loveparade-Katastrophe im Jahr 2010 „teilnahmslos verhalten und nicht früh genug eingegriffen“. Gegenüber der Rheinischen Post sagte er: „Opfer haben uns erzählt, dass Polizisten rumgeflachst haben, als die Menschen schon um ihr Überleben kämpften. Da fällt es einem schwer zu glauben, dass die Polizei keine Verantwortung tragen soll.“