Aktiver Widerstand

ICOR-Aufruf zum Umweltkampftag 2017

Die Internationale Koordinierung revolutionärer Parteien und Organisationen (ICOR) hat folgenden Aufruf veröffentlicht:

Von ICOR
ICOR-Aufruf zum Umweltkampftag 2017
Aktion zum Umweltkampftag 2010 in Mumbai / Indien (rf-foto)

Aktiver Widerstand weltweit gegen den Angriff der imperialistischen Herrscher der Welt auf Mensch und Natur – Für die Rettung der natürlichen Umwelt vor der Profitwirtschaft!

Vom 6. bis 17. November 2017 tagt in Bonn (Deutschland) die 23. UN-Weltklimakonferenz. Die ICOR (Internationale Koordinierung revolutionärer Parteien und Organisationen) begrüßt, dass am 11. November, dem diesjährigen Weltklima-Aktionstag und ICOR-Umweltkampftag, in Bonn eine internationale Großdemonstration und weltweit kämpferische Protestaktivitäten gegen die kapitalistische Umweltzerstörung stattfinden.

 

Sie wird diese aktiv mitorganisieren und dabei an die gemeinsamen Kampferfahrungen zur 22. UN-Weltklimakonferenz im Jahr 2016 in Marokko anknüpfen. Die ICOR ruft dabei zu internationaler Beteiligung auf – denn die drohende Gefahr einer globalen Klima- und Umweltkatastrophe kann nur kollektiv gebannt werden!

 

Nach dem G20-Gipfel im Juli 2017 in Hamburg/Deutschland entstand der irreführende Eindruck, als ob die Massen der Welt nur die Alternative zwischen dem Scharfmacher Trump und den „gemäßigten Imperialisten“ haben. Doch dieser Pseudo-Alternative darf die weltweite Umweltbewegung nicht auf den Leim gehen!

 

Tatsächlich will Trump mit seinem Frontalangriff auf erkämpfte Klima- und Umweltschutzmaßnahmen dem massiven Rückfall des US-Imperialismus im weltweiten Konkurrenzkampf entgegenwirken. Das Pariser Weltklimaabkommen ist jedoch mit seinen unverbindlichen Absichtserklärungen selbst ein Betrug und keineswegs geeignet zur Rettung des Weltklimas und der Umwelt.

 

Im „Hamburger Aktionsplan zu Klima und Energie für Wachstum“ der G20 sucht man vergeblich nach konkreten und verbindlichen Maßnahmen für den Klimaschutz. Umso mehr ist in der Präambel vom „Schutz“ der kapitalistischen Konkurrenzfähigkeit die Rede. Im Weiteren werden sogar unter ausdrücklichem Bezug zum Pariser Weltklimaabkommen umweltzerstörerische Technologien wie Atomkraft und Gas-Fracking als scheinbare „Alternativen“ propagiert.

 

Den Arbeitern und den breiten Massen wird auch eingeflüstert, Umweltschutz und Arbeitsplätze wären unvereinbar und man müsste entweder das Eine oder das Andere opfern. Es ist Sozialchauvinismus, sich in der Frage des Friedens, der Umwelt oder der Arbeitsplätze auf den einen oder anderen Imperialisten, den einen oder anderen Konzern zu verlassen oder sich gar vor dessen Karren spannen zu lassen. Statt diesem Irrweg in die Spaltung muss sich die Umweltbewegung weiter internationalisieren und die Einheit von Arbeitern und Bauern, Arbeitern und Indigenen, Arbeitern, Frauen und Jugendlichen stärken.

 

Die Herrschenden sind weder willens noch in der Lage, wirklich ernsthafte Maßnahmen zum Schutz der natürlichen Umwelt, zur Bekämpfung der Fluchtursachen, von Armut und Massenarbeitslosigkeit zu ergreifen. Denn die führenden Konzerne und Imperialisten der heutigen Welt sind die wahren Verursacher all dieser Probleme! Dagegen wächst weltweit der Protest und Widerstand – denn die Massen wollen nicht in der kapitalistischen Barbarei untergehen.

 

Notwendig sind konsequente Sofortmaßnahmen und vor allem die gesellschaftliche Perspektive einer befreiten sozialistischen Gesellschaft durch die revolutionäre Überwindung des Imperialismus/Kapitalismus – ganz im Zeichen der Lehren am 100. Jahrestag der siegreichen russischen Oktoberrevolution.

 
Stärkt die ICOR und ihre Mitgliedsorganisationen! Werdet Freunde der ICOR!