Vernichtungsschlacht

Kahlschlag bei Windkraftkonzernen

Der Windkraftanlagenbauer Siemens Gamesa will jeden fünften Arbeitsplatz - insgesamt bis zu 6.000 Stellen - vernichten.

Von gis/ms

Das Unternehmen ist aus dem Zusammenschluss des Windenergiegeschäfts von Siemens mit dem spanischen Konkurrenten Gamesa entstanden.

Gamesa, Nordex und Senvion wollen Stellen streichen

Siemens hält 59 Prozent an Gamesa, zweitgrößter Aktionär ist der spanische Versorger Iberdrola. Seit der Fusion im April ist der Umsatz um zwölf Prozent eingebrochen. Auch Windturbinenherstellers Nordex will in Deutschland 500 Arbeitsplätze vernichten, Konkurrent Senvion 730.

 

Hintergrund ist eine in der Windkraftbranche entbrannte Vernichtungsschlacht - aufgrund der massiven Konkurrenz aus China, aber auch der von der Bundesregierung geänderten, restriktiven Ausschreibungspolitik für Windkraftanlagen.

143.000 Arbeitsplätze gefährdet?

Hermann Albers, Präsident des Bundesverbands Winderengie (BWE), sieht insgesamt "143.000 Arbeitsplätze auf der Kippe".