Siemens Berlin

Prozess von Felix Weitenhagen am 10. November

Der aktive IG-Metaller und Betriebsrat im Berliner Siemens-Schaltwerk, Felix Weitenhagen, klagt auf Entfernung von drei Abmahnungen aus seiner Personalakte. Der Solidaritätskreis schreibt dazu:

Von Solidaritätskreis Felix Weitenhagen

Worum geht es bei den Abmahnungen, den angeblichen „Störungen des Betriebsfriedens“? Im November 2015 wurde gegen den Widerstand der Betroffenen in einer Abteilung des Schaltwerkes ein 21-Schichtenmodell mit regelmäßiger Wochenendarbeit rund um die Uhr durchgesetzt. Felix Weitenhagen hat als Betriebsrat den Widerstand unterstützt.

Fünf Abmahnungen in sechs Wochen

In dieser Auseinandersetzung wurde er innerhalb von sechs Monaten mit fünf Abmahnungen überzogen. Zwei musste Siemens auf Beschluss des Arbeitsgerichts bereits wieder zurücknehmen (nähere Infos auf unserer Homepage). Die 21 Schichten wurden nach sechs Monaten wieder zurückgenommen, ein Erfolg des Widerstandes der Betroffenen.

 

Mit den Abmahnungen, einer Mischung aus Beschneidung von Betriebsrats-­ und Gewerkschaftsrechten, persönlicher Verunglimpfung als Störenfried, will Siemens einen kämpferischen Kollegen zermürben und diskreditieren.

Warum reagiert Siemens so?

Gegen Wochenendarbeit und das von Siemens praktizierte Heuern und Feuern von Leiharbeitern und Befristeten hat sich zunehmender Widerstand entwickelt. Im September gab es zwei kämpferische Pausenversammlungen von Betroffenen im Schaltwerk, die von Felix Weitenhagen aktiv unterstützt wurden.


Der Siemens-Vorstand will diese Woche die Vernichtung von tausenden Arbeitsplätzen und die Schließung ganzer Standorte in der Kraftwerks­- und Antriebssparte ankündigen. Das gleiche droht für die Verkehrssparte.


Der zu erwartende Widerstand der Belegschaften soll eingeschüchtert werden durch solche Maßnahmen wie gegen Felix Weitenhagen. Nach dem Motto: wer sich wehrt, kriegt Stress, wird gemobbt und mürbe gemacht.

Damit darf Siemens nicht durchkommen!

Der Solidaritätskreis führt vor dem Prozess eine Kund­gebung mit offenem Mikrofon vor dem Arbeitsgericht durch:
Wann: Freitag 10.11.2017
Kundgebung: 11:15 Uhr bis 11:45 Uhr
Prozessbeginn: 12:00 Uhr
Wo: Arbeitsgericht Magdeburger Platz 1