Kinderarbeit

Weltweit müssen 152 Millionen Kinder Geld verdienen

Zur vierten Weltkinderarbeitskonferenz, die gestern in Buenos Aires begann, haben Kinderrechtsorganisationen erstmals arbeitende Kinder selbst in großem Umfang über ihre Situation befragt. Die Studie liegt der Süddeutschen Zeitung vor. Zehn Millionen Kinder leben in sklavenähnlichen Verhältnissen. 1.822 Mädchen und Jungen zwischen fünf und 18 Jahren  äußerten sich über ihre Lebensbedingungen. So sind viele der Kinder aus 36 Ländern stolz auf ihren eigenen Verdienst durch Arbeit. Sie wollten aktiv zum Familieneinkommen beitragen und selbst dafür Sorge tragen, eine Ausbildung zu bekommen. Bewusst fordern sie deshalb kein Verbot der Kinderarbeit. Sie rufen aber die Teilnehmer der Konferenz dazu auf, rigoros gegen gesundheitsgefährdende Beschäftigung von Kindern einzutreten. Auch fordern sie eine angemessene Bezahlung und ausreichend Freizeit, etwa für den Schulbesuch.