Arbeitsplatzvernichtung

"Damit darf Siemens nicht durchkommen"

Der Siemenskonzern hat angekündigt, weitere 6.900 Arbeitsplätze zu vernichten, davon ca. 3.300 in Deutschland. Unter anderem in Berlin und Mülheim/Ruhr.

Aus Kollegenzeitung „Elektro Power“-Extraausgabe Krefeld
"Damit darf Siemens nicht durchkommen"
Bild vom Siemens-Aktionstag am 23. November in Berlin (rf-foto)

Die Turbinenwerke in Görlitz und Leipzig sollen komplett dichtgemacht werden. Dazu kommen weitere Tausende aus den noch laufenden „Umbaumaßnahmen“, wie die 300 vom Krefelder Rohbau. Direkt gab es erste Protestaktionen an mehreren Standorten.

Von wegen, wenn es dem Konzern gut geht…

Über 6 Milliarden Gewinn im letzten Jahr, in der besonders betroffenen Kraftwerksparte ein Auftragspolster von 40 Milliarden – trotzdem schert sich Siemens nicht um die Existenzgrundlage Tausender Kolleginnen und Kollegen und ihrer Familien. Standort- und Beschäftigungssicherungsvertrag? Laut Personalchefin Janina Kugel ist das Schnee von gestern. ...

Richtungsentscheidung

Am Tag nach ihrer dreisten Ankündigung erwartet Janina Kugel „Kompromissbereitschaft der Arbeitnehmervertreter“ für einen „Interessensausgleich“. Auf dieses Co-Management darf sich kein Gewerkschafter, kein Betriebsrat einlassen. Jede Verhandlung darüber würde die Arbeitsplatzvernichtung akzeptieren. Jeder vernichtete Arbeitsplatz würde der Jugend fehlen. ...

Um jeden Arbeitsplatz kämpfen

Die notwendige Richtung: jetzt um jeden Arbeitsplatz kämpfen. Und die Arbeitszeit verkürzen – bei vollem Lohnausgleich! Dass muss auch in die Tarifrunde eingebracht werden. Denn damit können Arbeitsplätze erhalten und geschaffen werden. Klar, das geht frontal gegen die Profitinteressen von Siemens, ThyssenKrupp, Air Berlin und anderen, bei denen zur Zeit Tausende Arbeitsplätze vernichtet werden sollen. Aber wir haben keinen einzigen Grund, auf deren Profitgier Rücksicht zu nehmen.

 

Statt Kuhhandel und Co-Management – 30 Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich jetzt!

 

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