Wilhelmshaven

„Frieden für Kurdistan – Freiheit für Öcalan“

300 bis 400 Menschen, die meisten Kurden, demonstrierten am gestrigen Sonntag rund um die Fußgängerzone in Wilhelmshaven für die Freilassung des PKK-Vorsitzenden Abdullah Öcalan.

Korrespondenz aus Wilhelmshaven
„Frieden für Kurdistan – Freiheit für Öcalan“
Fronttransparent mit umgeklappten Öcalan-Bild und überklebten Schriftzug „NAV-DEM“ (rf-foto)

Die kämpferischen und empörten Sprechchöre spiegelten die Sorge um das Leben von Öcalan wider und die Wut auf das faschistische Erdogan-Regime sowie auf die Bundesregierung, die seine Politik gegen die Kurden unterstützt.

Kein Kontakt zu Öcalan seit mehr als zwei Jahren

Öcalan wurde am 15. Februar 1999 in einer international koordinierten Geheimdienstaktion verschleppt. Daran waren auch deutsche Dienste beteiligt. Seit April 2015 besteht kein Kontakt mehr zu Öcalan, der auf einer türkischen Gefängnisinsel inhaftiert ist.

Reaktionäre Auflagen

Unverhältnismäßig viel Polizei setzte die offenbar sehr weitgehenden Auflagen durch. So musste gleich zu Beginn beim Front-Transparent das Bild von Öcalan weggeklappt und der Schriftzug NAV-DEM überklebt werden. Einem Redner wurde während der Demonstration das Sprechen über Lautsprecher vom Einsatzleiter untersagt.

Uneingeschränkte Solidarität der MLPD überbracht

Conrad von Pentz, Direktkandidat der Internationalistischen Liste/MLPD und Brigadist beim Bau des Gesundheitszentrums in Kobanê 2015, überbrachte die Solidarität im Kampf für die Freilassung Öcalans und für den kurdischen Befreiungskampf. Er lud zur Mitarbeit im Internationalistischen Bündnis ein.

 

In seiner Ansprache bei der Abschlusskundgebung protestierte er entschieden gegen die unterdrückerischen und provozierenden Auflagen der Behörden. So war unter anderem untersagt worden: "Biji Apo!" (Es lebe Öcalan) zu rufen.