ATIK-Prozess

Solidarität mit den Angeklagten im Zeichen des Kampfs gegen Gewalt an Frauen

Gestern versammelten sich etwa 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor dem Oberlandesgericht in München, um lautstark ihre Solidarität mit den zehn angeklagten Revolutionären der ATIK auszudrücken.

Korrespondenz aus München
Solidarität mit den Angeklagten im Zeichen des Kampfs gegen Gewalt an Frauen
Volle Solidarität und Unterstützung für die Angeklagten der ATIK (rf-foto)

Die Kundgebung stand am Vortag des Internationalen Kampftags gegen Gewalt an Frauen ganz im Zeichen des Kampfs um die Befreiung der Frau.

 

Vor allem Frauen sprachen am Mikrofon, darunter eine Abgeordnete der HDP aus der Türkei. Eine Vertreterin des Frauenverbands Courage stellte auch fest, dass die lange Haft für die Genossin Banu Büyükavici auch eine Form von Gewalt an Frauen ist.

Die Kundgebung stärken ihre Widerstandskraft

Ein Vertreter der MLPD betonte, dass der Kampf um die Befreiung von Ausbeutung und Unterdrückung untrennbar mit dem Kampf um die Befreiung der Frau ist und lud zur Stärkung des Internationalistischen Bündnisses ein. Der Prozess gegen ATIK ist nicht nur ein Dienst für das faschistische Erdogan-Regime, sondern Teil der Faschisierung des deutschen Staatsapparats in der Vorbereitung auf härtere Zeiten im Klassenkampf.

 

Die Rechtsanwältin des schwerkranken Mehmet Yesilcali überbrachte Grüße von Mehmet und Banu. Sie berichtete von Vorgängen im Gericht, die jeder Vorstellung von „Rechtsstaat“ Hohn sprechen. Die Erkrankung ihres Mandanten wird zum Versuch benutzt, den Widerstandsgeist der Revolutionäre zu brechen. Die Kundgebungen stärken dagegen ihre Widerstandskraft. Auch die Kultur kam mit einer Trommelgruppe und zwei Sängern mit Saz nicht zu kurz – zu revolutionären Liedern aus der Türkei wurde zum Abschluss der Kundgebung getanzt.