Stahlkocher

Stahl-Krisengipfel in Berlin am 30. November

In der Stahlindustrie sind weltweit Hunderttausende Arbeitsplätze bedroht. Die Kollegenzeitung „Stahlkocher – Zeitung von Kollegen für Kollegen“ hat dazu folgendes veröffentlicht:

Aus Kollegenzeitung Stahlkocher

Die Stahlkonzerne drängen auf massive Stilllegungen. Da auf der Welt immer neue Stahlwerke aufgebaut wurden, besonders in den neuimperialistischen Staaten wie China, Indien usw., sind die Kapazitäten weltweit nicht ausgelastet. Im Juli 2017 lag die weltweite Auslastung nach Angaben des Weltstahlverbands bei 72,1 Prozent. Das drückte auf die Profite. Um diese zu erhöhen, sollen Stahlwerke stillgelegt und Hunderttausende von Stahlarbeitsplätzen vernichtet werden.

 

Wolfgang Eder, Vorstandsvorsitzender des österreichischen Stahlkonzerns Voestalpine und stellvertretender Vorsitzender des Weltstahlverbands, beziffert die „Überkapazität“ in Europa auf 30 bis 40 Millionen Tonnen. Für die Produktion von einer Million Tonnen Stahl werden 2.000 Stahlarbeiter gebraucht; es geht also allein in Europa um 60.000 bis 80.000 Arbeitsplätze.

 

Weltweit schätzt die OECD die Stahlkapazitäten auf 2,3 Milliarden Tonnen, während 2016 nur 1,6 Milliarden Tonnen produziert und verbraucht wurden. Nach ihrer Logik müssten also Werke mit einer Kapazität von 700 Millionen Tonnen stillgelegt werden.

 

Die chinesische Regierung hat schon umfassende Entlassungen in der Stahlindustrie von rund 500.000 Stahlarbeitern angeordnet. Die Stahlkonzerne und die deutsche Regierung verbreiten die Propaganda, „die Chinesen“ seien Schuld an dem Problem. Wir Stahlarbeiter müssen aber auf der ganzen Welt gegen unsere Ausbeuter zusammenhalten und gemeinsam kämpfen – international.

 

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