ARD-Sender

Protest gegen Boykott von Roger Waters

Vor kurzem wurde bekannt, dass WDR, SWR sowie Bayerischer und Norddeutscher Rundfunk den bekannten Sänger Roger Waters, Mitbegründer von Pink Floyd, aus ihrem Programm verbannen.

Von gis

Roger Waters wird vorgeworfen, die BDS1-Kampagne zu unterstützen - und diese wird wahrheitswidrig als antisemitisch eingestuft. Tatsächlich wendet sie sich gegen die völkerrechtswidrige Besatzung palästinensischer Gebiete durch den imperialistischen Staat Israel.

 

Ekkehart Drost, Vorstandsmitglied im Bündnis zur Beendigung der israelischen Besatzung e.V., schließt sich dem Protestschreiben von Volker O'Barden an den WDR, den Südwestrundfunk, den Bayerischen und den Norddeutschen Rundfunk an:

 

"Das Grundgesetz garantiert Meinungs- und Redefreiheit. Werte, die auch zum Selbstverständnis der öffentlich-rechtlichen Anstalten gehören und die dementsprechend in den Beiträgen und bei festlichen Anlässen immer wieder betont und verteidigt werden.

 

Wie vereinbart sich diese Haltung mit der jetzt von Ihnen getroffenen Entscheidung, die Zusammenarbeit mit dem Musiker Roger Waters aufzukündigen? Ich verstehe das als einen Angriff auf Artikel 5 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland.

 

Laut Pressemitteilung werfen Sie dem Künstler Antisemitismus vor. Roger Waters unterstütze die internationale BDS-Kampagne, die Politiker, Unternehmen und Künstler zum Boykott Israels auffordert.

 

Wie kann es sein, dass nach den schmerzhaften Lehren aus unserer Geschichte Vertreter und Propagandisten einer Vertreibungs-, Besatzungs-, Unterdrückungs-, Verdrängungs-, Okkupations- und Annexionspolitik ... hofiert, unterstützt und finanziert werden und auf der anderen Seite die Kritiker dieser völkerrechtswidrigen israelischen Politik diskriminiert werden?"

 

Die MLPD protestiert entschieden gegen den ARD-Boykott von Roger Waters. Er wird von den gleichen Kräften verleumdet wie die MLPD.