Braunschweig, Frankfurt, München

Protest gegen Abschiebung nach Afghanistan

Verschiedene Medien und Organisationen der Flüchtlingshilfe berichten, dass die Bundesregierung wieder 78 Flüchtlinge und Asylbewerber aus Afghanistan abschieben will. Der Abschiebeflug sei für 6. Dezember aus Frankfurt am Main geplant.

Korrespondenzen
Protest gegen Abschiebung nach Afghanistan
München: Protestkundgebung gegen Abschiebungen (rf-foto)

Bereits am 25. November 2017 hat in Wolfsburg (Niedersachsen) eine Protestdemonstration unter dem Motto „Solidarität für Geflüchtete. Abschiebungen verhindern“ stattgefunden. Organisatoren waren u.a. die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VNN), die Flüchtlingshilfe Wolfsburg, Deutscher Gewerkschaftsbund und IG Metall Wolfsburg sowie Freunde der Linkspartei, der Falken und der Jusos. 30 junge Männer im Alter zwischen 16 und 30 Jahren, die zum Teil schon seit zwei Jahren in Wolfsburg leben, hätten einen Ausweisungsbescheid erhalten.

 

Das Internationalistische Bündnis in München ruft zur Solidaritätskundgebung mit Khuadad S. am morgigen Mittwoch, dem 29. November 2017, um 9.30 Uhr, vor dem Verwaltungsgericht (Bayerstraße 30, München) auf. Khuadad steht vor seinem Klageverfahren gegen eine drohende Abschiebung nach Afghanistan.

 

Er berichtet: „Fast alle meine Freunde haben einen Negativbescheid vom BAMF erhalten. Wir alle haben vergleichbare Schicksale: Mein Vater wurde ermordet. Keine Polizei in Afghanistan schert sich um so einen Mord. Meine Familie musste fliehen, weil wir nun selbst bedroht waren. So wie mir geht es vielen. Besonders gefährdet ist, wer sich weigert, für die Taliban zu kämpfen, oder für den IS selbst Anschläge zu verüben. Wir können nicht in unser Heimatland zurück."

 

Das Internationalistische Bündnis München schreibt weiter: "Die ganze reaktionäre Migranten- und Asylpolitik gehört angegriffen. Die Rechte von Flüchtlingen auf Asyl, Bleiberecht und Familiennachzug werden immer mehr beschnitten. Für das Recht auf Flucht, keine Abschiebung, nirgendwohin."