Tarifrunde aktuell

Metallunternehmer fordern Ausdehnung der Arbeitszeit

Diese Woche begann die zweite Verhandlungsrunde der Metalltarifauseinandersetzung in den Tarifbezirken Bayern, Niedersachsen und Mitte (Rheinland-Pfalz, Hessen und Saarland).

Von gp

Die IG Metall mobilisierte zu Protesten vor den Verhandlungslokalen. Die Botschaft der 4.000 Kolleginnen und Kollegen in München am 6. Dezember war eindeutig: sie stehen hinter den Forderungen und sind kampfbereit.

Angriffe und Mini-"Angebote"

Die Tarifrunde wird direkt von Gesamtmetall geführt – in allen drei Bezirken wurde dasselbe „Angebot“ vorgelegt: für drei Monate eine Einmalzahlung von 200 Euro und dann für zwölf Monate 2 Prozent. Zurecht wurde dies in allen Bezirken von den Verhandlungsführern der IG Metall als „Provokation“ abgelehnt. Außerdem legten die Unternehmer Forderungen zur Ausweitung und Flexibilisierung der Arbeitszeit an Stelle der von der IG Metall geforderten Möglichkeit zur Arbeitszeitverkürzung auf den Tisch.

 

Das unterstreicht den politischen Charakter der Tarifrunde. Den Unternehmerverbänden geht es um die weitere Aushöhlung der 35-Stunden-Woche und des gesetzlichen Acht-Stunden-Tag, um die Ausdehnung der Flexibilisierung, verbunden mit Lohnkürzungen bzw. Wegfall/Kürzung von Zuschlägen. Das muss in den Betrieben bekannt gemacht und der entschlossene Widerstand dagegen muss organisiert werden.

Gewerkschaftliche Kampfkraft mobilisieren

Angesagt ist, jetzt schon kämpferische Warnstreiks und 24-Stunden-Streiks im Januar in den Betrieben vorzubereiten und nach 15 Jahren endlich mal wieder die volle gewerkschaftliche Kampfkraft zur Durchsetzung der Forderungen einzusetzen – vorne dran die starken Bataillone in der Autoindustrie.

 

Angesagt ist über die Tarifrunde hinaus der Kampf um die Angleichung der Löhne/Gehälter und Arbeitszeit in Ost und West sowie für die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich. 

Betriebsgruppen der MLPD stärken

Angesagt ist, sich mit den Kolleginnen und Kollegen, die um ihre Arbeitsplätze kämpfen, zusammenzuschließen. In diesen Kämpfen gilt es, die Gewerkschaften als Kampforganisation und die Betriebsgruppen der MLPD zu stärken.