Bundesweite Razzia

Erneut Polizeigewalt gegen G20-Gegner

In mehreren Bundesländern führte die Polizei heute morgen Hausdurchsuchungen bei Aktivisten der Proteste gegen den Hamburger G20-Gipfel durch.

Von ms

Die Polizei hat nach eigenen Angaben 24 "Objekte" in acht Bundesländern durchsucht, darunter Wohnräume von Privatpersonen und linke Stadtteilzentren, unter anderem in Göttingen und Stuttgart. Fünf Wohnungen lagen in Niedersachsen.

Teilweise brutales Vorgehen

In Göttingen brach die Polizei nach Augenzeugenberichten Haus- und Wohnungstüren mit Rammböcken auf. Dabei wurde ein Bewohner verletzt und musste ins Krankenhaus gebracht worden. Die MLPD protestiert entschieden gegen dieses Vorgehen und erklärt sich solidarisch mit den Betroffenen.

Engagierte Familie kriminalisiert

In einer Erklärung der MLPD Göttingen heißt es: "In Göttingen wurden fortschrittliche Wohngemeinschaften von der Polizei durchstöbert ebenso wie andere Privatwohnungen. Einer der Betroffenen war Annette Ramaswami.

 

Sie und ihr Mann Mohan Ramaswami sind in Göttingen bekannt für ihr Engagement in verschiedenen Feldern der politischen Arbeit, in der Flüchtlingssolidarität und der Umweltbewegung. Obwohl die Durchsuchung Annette Ramaswami galt, beschlagnahmte die Polizei während der fast dreistündigen Razzia in Mohan Ramaswamis Arbeitsräumen PCs und digitale Datenträger mit etlichen Terrabyte Datenvolumen. ...

Sofort den Protest organisiert

Die Durchsuchungen ordnen sich ein in eine zunehmende Faschisierung der Staatsapparate. Die gesamte Linksextremismusdebatte ist eine Reaktion der Herrschenden auf den beginnenden fortschrittlichen Stimmungsumschwung. ...

 

Vor dem Haus der Betroffenen wurde sofort der Protest organisiert, Genossen der MLPD brachten ein Megaphon mit. ... Volle Solidarität mit der Familie Ramaswami!"

Morgen mehr dazu auf Rote Fahne News

Rote Fahne News wird darüber morgen ausführlicher berichten und bittet dafür um weitere Korrespondenzen, Augenzeugenberichte, Fotos und Protesterklärungen.