Metalltarifrunde

Lautstarke Demonstration durch München

Zur zweiten Verhandlungsrunde um den Metalltarifvertrag in Bayern demonstrierten über 4.000 Metallerinnen und Metaller aus ganz Bayern lautstark und kämpferisch durch die Münchner Innenstadt.

Korrespondenz aus München
Lautstarke Demonstration durch München
Metallerinnen für kürzere Arbeitszeit (Foto: RF)

Zur zweiten Verhandlungsrunde um den Metalltarifvertrag in Bayern demonstrierten über 4.000 Metallerinnen und Metaller aus ganz Bayern lautstark und kämpferisch durch die Münchner Innenstadt.

"Wir sind kampfbereit"

Viele Delegationen betrieblicher Vertrauenskörper, Jugendvertretungen und der IG-Metall Jugend demonstrierten mit eigenen Transparenten. Sie machten deutlich Druck für die Durchsetzung ihrer Forderungen. Beifall gab es immer für Aussagen wie „am Nikolaustag zeigen wir dem Verband der Metallindustrie die Rute“, „unsere Geduld geht zu Ende“ oder „wir sind kampfbereit“.


Klar kam zum Ausdruck: die Kolleginnen und Kollegen wollen ihre Forderungen durchsetzen und sind bereit und selbstbewusst, sich mit den Metallkapitalisten anzulegen.

 

Der Forderung nach einer Arbeitszeitverkürzung für alle durch die 30-Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich stimmten viele zu, ebenso der längst überfälligen Angleichung der Arbeitszeit in Ost und West. In Diskussionen kam deutliche Kritik, dass alles nur dem Maximalprofit untergeordnet wird, gerade am geplanten Kahlschlag von Arbeitsplätzen im Siemens-Konzern.

Interesse an Siemens-Flugblatt der MLPD

Gleichzeitig wirkt das Argument der „schwarzen Zahlen“ und die Auseinandersetzung um die Untauglichkeit des Kapitalismus als System muss intensiv geführt werden. Es gab auch Enttäuschung über die Beteiligung - „da müssten viel mehr mit rausgehen“.

 

Das Flugblatt der MLPD zum Kampf bei Siemens wurde vor allem von Siemens-Kolleginnen und -Kollegen gut genommen. Einige kauften auch die Rote Fahne um sich über die MLPD zu informieren.