Ludwigsburg

5.000 Metallerinnen und Metaller zeigen Kampfbereitschaft

Etwa 5.000 Metallerinnen und Metaller aus ganz Baden-Württemberg protestierten gestern in Ludwigsburg kämpferisch für die Forderungen der IG Metall in der Tarifrunde.

Korrespondenz aus Ludwigsburg
5.000 Metallerinnen und Metaller zeigen Kampfbereitschaft
Gute Beteiligung bei der Kundgebung in Ludwigsburg (rf-foto)

Von Tauberbischofsheim im Norden bis Friedrichshafen am Bodensee und Gaggenau im Westen kamen Busse, aus der Region Stuttgart sowieso. Eine kämpferische Stimmung an diesem sonnigen und kalten Tag prägte die Demonstration und Kundgebung.

"Ihr wollt Streik? Wir sind bereit!"

Sprechchöre kamen vor allem von der Jugend aus den Ausbildungswerkstätten. Ein Transparent sprach Klartext: „Ihr wollt Streik? Wir sind bereit!“ Selbstgemachte Schilder und ein selbstgestalteter Wagen mit den Forderungen zeugte von Initiativen.

 

Schilder des Frauenausschuss der IG Metall Stuttgart forderten Arbeitszeitverkürzung: „Mehr Zeit zum Leben, Lieben, Lachen, Lernen“. Das Auftreten der IG-Metall-Führung war wenig mobilisierend, es gab keine Auftaktkundgebung und der IG-Metall-Bezirksleiter Roman Zitzelsberger sprach erst ganz am Schluss, nach über einer Stunde Kundgebung, als schon viele zurück zu den Bussen gegangen waren.

Diskussion um gesellschaftliche Alternativen

Gut war das aktuelle Flugblatt der MLPD zur Tarifrunde, das verteilt wurde. Klar war bei den Kollegen die Streikbereitschaft zu spüren. Dem musste Zitzelsberger Rechung tragen, indem er ab Januar zu Warnstreiks aufrief. Diskussionen gab es darum, ob die vorgesehenen 24-Stunden-Warnstreiks gegen die Angriffe der Kapitalisten ausreichen.

 

Viele Kolleginnen und Kollegen waren auch offen, über Alternativen zu steigender Arbeitshetze, Lohndrückerei, Spaltung durch Leiharbeit und Befristung zu diskutieren. MLPD-Genossinnen und Genossen haben das MLPD-Parteiprogramm angeboten und Spenden für die MLPD gesammelt. So konnten 15 Parteiprogramme abgegeben werden und über 45 Euro Spenden konnten gesammelt werden. Diese kämpferische Aktion ist ein guter Ansporn für das neue Jahr.