Düsseldorf

Kämpferischer Auftakt des ersten Streiktags am Flughafen

168 Kolleginnen und Kollegen am Düsseldorfer Flughafen, gut organisiert in der IG BAU, haben sich zu 95 Prozent für Streik gegen ihre Entlassung zu Ende des Jahres ausgesprochen.

Korrespondenzen aus Düsseldorf
Kämpferischer Auftakt des ersten Streiktags am Flughafen
Erster Streiktag: Kämpferischer Auftakt (rf-foto)

Der erste Streiktag gestern war ein kämpferischer Auftakt. Die Reinigungsfirma Klüh steht im Zentrum des Angriffs auf ihre sozialen Rechte. Von ihr wird die Weiterbeschäftigung verlangt, gestreikt wird aber auch für einen Sozialtarifvertrag.

Demonstration zum Verwaltungsgebäude

Aber auch der Stadt mit dem SPD-Oberbürgermeister Thomas Geisel als einem Anteilseigner des Flughafens im Aufsichtsrat - neben einem ausländischen Investor - geht es nur um die Senkung der Kosten um rund 200.000 Euro auf dem Rücken der langjährig Vollzeitbeschäftigten.

 

Befristet beschäftigte und damit erpressbarere Kolleginnen und Kollegen der Firma Sasse sollen sie ersetzen. Und somit war das Ziel der Demonstration gestern das Verwaltungsgebäude der FH GmbH, in dem der Aufsichtsrat tagte. Von ihm wird verlangt, die Firma Sasse zur Übernahme aller Entlassenen zu gleichen Konditionen zu verpflichten.

Kein Aufsichtsrat traute sich heraus

Der Sicherheitsdienst des Gebäudes hatte keine Chance und die aufgebrachten Kolleginnen und Kollegen drückten und rückten schließlich in den noblen Neubau ein.

 

"Wir wollen Arbeit!" schallte es vielstimmig durch die Halle, aber keiner der Aufsichtsräte traute sich heraus. Schließlich drohte die Polizei mit Räumung und die Versammlung wurde vor dem Haus mit vielen Solidaritätsadressen und -bekundungen fortgesetzt.