Montagsdemo Gelsenkirchen

Freiheit für Palästina – Hoch die internationale Solidarität!

Das waren die beiden Hauptlosungen einer Demonstration mit Kundgebung am gestrigen Montag, 11. Dezember, in Gelsenkirchen. Auf deutsch und arabisch wurde lebhaft diskutiert. In einer Pressemitteilung dazu heißt es:

Pressemitteilung der Montagsdemo Gelsenkirchen
Freiheit für Palästina – Hoch die internationale Solidarität!
Montagsdemo tritt für den Freiheitskampf des palästinensischen Volkes ein (rf-foto)

Auf über 170 Menschen schwoll die 654. Montagsdemonstration in Gelsenkirchen an, an der sich Menschen aus Palästina, Syrien, Deutschland, Albanien und vielen anderen Ländern beteiligten. Sie setzten gemeinsam ein Signal. Für den Weltfrieden, für das Selbstbestimmungsrecht des palästinensischen Volkes und gegen die Angriffe Trumps auf dessen Rechte und Souveränität.

Ein Tag des Widerstands für den Weltfrieden

Der Montag wurde in kürzester Zeit zum Tag des Widerstands für den Weltfrieden und der internationalen Solidarität. Eine junge palästinensische Frau brachte in bewegenden Worten vor: „Heute sind wir hier versammelt, weil wir wie alle Menschen auf der Welt das Recht haben zu leben. In Gaza leben die Menschen im Ausnahmezustand, ohne richtiges Essen, die Kinder können nicht zur Schule gehen, Menschen werden auf offener Straße erschossen, die Gesundheitsversorgung ist katastrophal. Das was man hier für selbstverständlich hält, haben wir nicht. Wir wollen in Frieden leben!“

Für die Rechte der Menschen in ihren eigenen Ländern

Stefan Engel, der die Initiative für die Demonstration ergriffen hatte, sprach vielen aus dem Herzen: „Wir sind immer nicht nur für die Rechte der Migranten hier in Deutschland eingetreten, auch für die Rechte der Menschen in ihren eigenen Ländern! Viele wollen in ihre Heimat, aber doch nicht in ein Land, das von Israel wie ein Gefängnis gehalten wird! Die Menschen müssen über ihr Land selbst bestimmen können, dafür treten wir ein von der Montagsdemo, von der Arbeiterklasse in Deutschland.“

Stolz, bewegt, ermutigt

Wie stolz, bewegt, ermutigt viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Palästina waren, fasste einer ihrer Redner in die Worte: „Meine Damen und Herren, so wie hier funktioniert das in keiner Stadt in Deutschland, dieses Miteinander, die Integration, das Zusammenstehen wie hier in Gelsenkirchen! Unsere Botschaft ist eine Botschaft des Friedens!“

"Wir kritisieren nicht die Juden, nicht die Israelis, sondern die israelische Regierung!"

Monika Gärtner-Engel, Moderatorin dieser Demonstration: „Die Solidarität gilt dem selbstständigen, gerechten Kampf der Völker. Wir ziehen gerade als Deutsche Schlussfolgerungen aus dem Holocaust. Wer Israel kritisiert, wird schnell als antisemitisch diffamiert. Das weisen wir entschieden zurück. Wir kritisieren nicht die Juden, nicht die Israelis, sondern die israelische Regierung! Sie hat nicht das Recht, das palästinensische Volk auszubeuten und zu unterdrücken.

 

Und wir erwarten auch von der deutschen Regierung eine eindeutige Position, die Ächtung der aggressiven Politik Trumps und Netanjahus. Wir sind dagegen, dass sämtliche UNO-Resolutionen mit Füßen getreten werden, die dem palästinensischen Volk seine Rechte zusprechen.“