Ijmuiden

Gemeinsamer Protest der Stahlarbeiter von Tata und thyssenkrupp

Heute setzten die Stahlarbeiter von Tata in Ijmuiden ein kämpferisches Signal gegen die eingeleitete Fusion von Tata und thyssenkrupp.

Korrespondenz aus Duisburg
Gemeinsamer Protest der Stahlarbeiter von Tata und thyssenkrupp
Niederländische und deutsche Stahlarbeiter gemeinsam - heute auf dem Stahlaktionstag in Ijmuiden (rf-foto)

Die Frühschicht hatte alle Anlagen bis auf die Flüssigphase heruntergefahren. Rund 3.000 Kolleginnen und Kollegen beteiligten sich am heutige Aktionstag.

 

Gewerkschafts- und Betriebsrats-Vertreter betonten, Tata steel europe müsse eigenständig bleiben, und die geplante Übertragung von Milliarden Schulden in das neue Unternehmen würde die Zukunft gefährden. Der Geschäftsführer erklärte, die bisherige Eigenständigkeit hätte sich bewährt.

 

Eine Argumentation, die auf die vermeintliche Vereinbarkeit von Konzern- und Arbeiterinteressen orientiert. Gemeinsam mit Tata und thyssenkrupp - ob fusioniert oder weiterhin eigenständig - wird es allerdings nicht möglich sein, gegen die weitreichenden Umstrukturierungspläne in der Stahlindustrie in die Offensive zu gehen.

IG-Metall-Delegation wurde begeistert empfangen

Die IG Metall hatte eine Solidaritätsdelegation und einen Bus organisiert, was begeistert empfangen und beglückwünscht wurde. Großen Beifall gab es für Beiträge, die betonten, dass dieser Aktionstag heute erst ein Anfang für den gemeinsamen Kampf der 48.000 deutschen, niederländischen und englischen Stahlarbeiter von Tata und thyssenkrupp ist und dass die Belegschaften gemeinsam kämpfen müssen.

 

Vereinbart wurde die gegenseitige Beteiligung an weiteren Aktions- und Streiktagen. Ein wichtiger Schritt für den gemeinsamen internationalen Kampf der Stahlarbeiter.