Kollegenzeitung

"Für kranke Kollegen mitarbeiten"

Die Kollegenzeitung "Scheinwerfer - Von Kollegen für Kollegen bei Ford Köln und angegliederten Betrieben" schreibt in ihrer aktuellen Ausgabe:

Kollegenzeitung "Scheinwerfer"

Im Getriebewerk brodelt die Gerüchteküche, sie läuft bald über. "Kosice schließt?" "Was passiert mit uns nach 2021" Seit dem Beginn des Jointventures sind die Kollegen im Getriebewerk so was von frustriert, "weil wir hier wie Sklaven behandelt werden", so ein Kollege.

 

Bestes Beispiel: Krankenrückkehrgespräche, nur um Druck auszuüben. Wir reden hier nicht von einem 18-Jährigen, der wegen Disco-Besuchen jeden Freitag fehlt - den muss man erziehen. Mit älteren, 50-, 60-Jährigen so zu reden ist eine Frechheit! Keiner hätte was dagegen, wenn der Meister ein Gespräch führen würde. Aber mit der Personalchefin über die Krankheit reden? Die kennt uns doch gar nicht!

 

Die Personalabteilung soll lieber mal gucken, dass die Leute weniger krank werden, indem Druck rausgenommen wird. Wenn dann noch Sprüche kommen wie: "Sie müssen bedenken, dass sie für kranke Kollegen mitarbeiten!" - Wie soll dass den gehen? Es ist unsozial, so zu denken. Wir wissen: Der Firma gehen die Profite über die Gesundheit der Mitarbeiter. Wir wollen das Ende der Krankenrückkehrgespräche!