Umstrukturierung

"Schuldrechtliche Vereinbarung" bei Opel unterzeichnet

Am Freitag, 15. Dezember, fand im Opel-Werk Rüsselsheim die letzte Betriebsversammlung in diesem Jahr statt. Wie schon die letzten Versammlung war sie mit 7.000 bis 8.000 Kolleginnen und Kollegen gut besucht.

Korrespondenz aus Rüsselsheim

Vor dem Tor verteilte die MLPD ihr aktuelles Flugblatt zur Tarifrunde.

Einstieg in die von PSA geforderte Arbeitsplatzvernichtung

Wer dachte, dass es mal wieder nichts Neues gibt, hatte sich getäuscht. Kurz vor Weihnachten wurde dort verkündet, dass am Tag vorher eine „Schuldrechtliche Vereinbarung“ zwischen Opel-Vorstand, Gesamtbetriebsrat und IG Metall unterzeichnet worden war. Diese wurde per Beamer auf den Leinwänden gezeigt, ohne dass man sie wirklich lesen konnte. Auf Papier bekamen die Kollegen nichts.

 

Hinter dem förmlich klingenden Namen steckt der Einstieg in die Umsetzung der von PSA geforderten Arbeitsplatzvernichtung, Umstrukturierung und Lohnkürzung. In den Betriebsräten der Werke wurde diese Vereinbarung regelrecht durchgepeitscht, ohne dass sie den Betriebsräten schriftlich vorlag ...

Aussprache und Diskussionsbedarf

Auf der Belegschaftsversammlung blieben 700 bis 800 Kollegen bis zur Aussprache, obwohl sie auf nach der Pause gelegt wurde. Es gab neun Redebeiträge ...

 

Viele Redner forderten den gemeinsamen Kampf um jeden Arbeitsplatz und griffen die Spaltung an, gegen Kollegen aus Dienstleisterfirmen, gegen die Eisenacher Kollegen und unsere Leiharbeiter. „Der Kampf um jeden Arbeitsplatz fängt bei diesen Kolleginnen und Kollegen an. Egal welche Farbe unsere Arbeitsjacken haben.“  ...

 

Der Betriebsratsvorsitzende Schäfer-Klug musste mal wieder wegen plumper antikommunistischer Hetze, die in der gewerkschaftlichen Diskussionskultur nichts zu suchen hat, zurechtgewiesen werden.

"Wir sollen jetzt schlucken, was da kommt"

Nach der Betriebsversammlung gab es ausführlichen Diskussionsbedarf ... „Wir sollen jetzt schlucken, was da kommt. Die wollen zur Abwicklung übergehen. Das habe sie extra am letzten Arbeitstag vor Weihnachten gemacht.“

 

Einigkeit besteht darin, dass der für den 17. Januar 2018 angekündigte Aktionstag der IG Metall zur Tarifrunde eine gute Gelegenheit ist, sich mit anderen Belegschaften zusammenzuschließen und für den Kampf um jeden Arbeitsplatz einzutreten.