Kollegenzeitung

Umstellung auf E-Autos nur auf Kosten der Arbeiter?

Die Kollegenzeitung "Vorwärtsgäng – von Kollegen für Kollegen in den deutschen VW-, Audi-, Porsche- und MAN-Werken" fragt in ihrer aktuellen Ausgabe: Wer sagt denn, dass die Umstellung auf E-Antrieb auf unsere Kosten gehen muss?

Kollegenzeitung "Vorwärtsgang"

Stark gestiegene Arbeitshetze in den Montagehallen und Büros bei immer weniger Personal belasten uns unerträglich. VW-Vorstände und Aktionäre jubeln über wachsende Gewinne. Sie sind Ergebnis der Umsetzung des „Zukunftspakts“. Dessen Ziel ist die Profitsteigerung um 25 Prozent, „Nebeneffekt“: 30.000 Arbeitsplätze platt machen. Tausende Leiharbeiter die jetzt spürbar fehlen, hat VW bereits rausgeschmissen. Nur wo es gar nicht anders geht werden noch Leiharbeiter eingestellt oder befristet übernommen. Festangestellte wurden nach ihrem Übergang in die Altersteilzeit oder Rente nicht mehr ersetzt. Zudem wachsen die Krankenzahlen. Und wen wundert es. Da bekommst du dann keinen Urlaub oder keine Freischicht mehr. Denn Personal fehlt hinten und vorne.

 

34 Milliarden Euro an Werten, welche wir geschaffen haben, investiert VW in die Elektro-Offensive. VW will weltweit die Nr.1 werden. Das geht nur wenn der internationale Konkurrenzkampf verschärft und die Ausbeutung der Arbeiter und Umwelt weiter vorangetrieben wird.

Umstellung auf E-Antrieb auf unsere Rechnung

Wer sagt denn, dass die Umstellung auf E-Antrieb auf unsere Kosten gehen muss? Dagegen bildet sich neuer Widerstand heraus. Vier Leiharbeiterinnen fordern in Hannover selbstbewusst ihre Übernahme. 45 Leiharbeiter organisieren ihren Protest gegen ihre Entlassung zum Jahresende, donnernder Beifall dafür bei der Betriebsversammlung. Mit einem Wort prangern die Kollegen die Wurzel des Übels an: Kapitalismus!

 

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